Königin Marie Antoinette – Von Versailles nach Paris

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Königin Marie Antoinette

Historische Person:

Wir gedenken Maria Antonia Josepha Johanna Erzherzogin von Österreich, bekannt als Königin Marie Antoinette von Frankreich. Sie wurde am 2.11.1755 in Wien geboren.

Ihr Vater war Kaiser Franz I. Stephan von Lothringen.

Ihre Mutter Maria Theresia Erzherzogin von Österreich. Sie war das 15. Kind der beiden.

Maria Antonia wurde bereits mit 3 Jahren ins Korsett geschnürt, was dem kleinen Mädchen große Atemprobleme verursachte.

Sie galt als quengelig, unruhig, hatte massive Konzentrationsprobleme und fiel dadurch ihren Erziehern und Lehrern unangenehm auf.

Foto: Wikimedia/Commons
König Louis XVI

1769 wurde Maria Antonia aus politischen Gründen mit dem Dauphin Louis Auguste (*23.8.1754, †21.1.1793) verlobt.

Maria Theresia genierte sich in Grund und Boden als sie die Bildungsmängel bemerkte. Maria Antonia bekam eine Schnellbleiche (Anmerkung Petra: so hieß das damals tatsächlich) in Sachen Erziehung.

Am 19.4.1770 heiratete Erzherzogin Maria Antonia in der Augustinerkirche mit gerade einmal 14,5 Jahren in procuram ihren Gemahl Dauphin Louis.

Zwei Tage später verließ sie ihre Eltern und Geschwister. Mit ihrem Gefolge kam sie in Straßburg an und wurde von diesem sofort getrennt.

Aus Erzherzogin Maria Antonia wurde Marie Antoinette.

Sie durfte weder ihr Gefolge, noch ihre Kleidung behalten.

Nicht einmal eine Haarspange wurde ihr vergönnt.
Alles musste sie austauschen. Von Schuhen, Unterwäsche, Korsett, Kleider, Perücken bis hin zu den Hofdamen – alles ihr liebgewonnene und vertraute wurde ihr weggenommen.

Ein Schock für das junge Mädchen.


DIESE SCHMACH SOLLTEN VOR UND NACH IHR NOCH VIELE BRÄUTE ERLEBEN.
– AUCH KAISERIN ELISABETH –
Dabei wurden 139 Menschen getötet. Der Place Louis XIV, heute Place de la Concorde, wurde ihr später zum Verhängnis. 

Am 16.5.1770 heiratete sie Dauphin Louis in Versailles. Am 30.5.1770 kam es am Place Louis XIV zu einem schweren Unglück. Durch den Knall der Feuerwerkskörper kam es zu einer Massenpanik.

Im Mai 1774 bestieg der junge Dauphin seinen Thron. Marie Antoinette wurde damit zur Königin von Frankreich.

Sie galt als unnahbar, war unbeliebt und durch vielfache und niederträchtige Intrigen wurde ihr Ruf schwer beschädigt.

Louis und Marie Antoinette bekamen 4 Kinder. Sie galt als liebenswerte und aufopferungsvolle Mutter. Vor allem ihr kleiner Sohn Louis-Charles teilte eine grausame Geschichte.

Ab 1789 wurde das Leben von Königin Marie Antoinette auf den Kopf gestellt:

Sohn Louis Joseph starb am 4.6.1789 8jährig an Rachitis.

Am 5. und 6.10.1789 brach die französische Revolution aus.

Marie Antoinette wurde von Versailles in den Tuilerienpalast zwangsumgesiedelt.

Am 20.7.1791 versuchte die königliche Familie zu fliehen, doch in Varennes wurde der König erkannt und verhaftet. Am 10.8.1791 stürmte der aufgebrachte Mob den Tuilerenpalast und zündete diesen an. Die königliche Familie wurde in eine Festung des Templerordens gebracht und bewacht.

Am 1.3.1792 starb ihr Lieblingsbruder Kaiser Leopold II von Österreich. Kaiser Franz I/II folgte nach und obwohl er ihr Neffe war, half er seiner Tante – wie von ihr erwartet – nicht. Königin Marie Antoinette verblieb in Haft.

Am 21.1.1793 wurde ihr Gemahl König Louis XVI nach einem widerlich zur Schau gestellten Prozess enthauptet.

Am 1.8.1793 überstellte man Marie Antoinette und ihren kleinen Sohn Louis Charles in die La Conciergerie – einem ehemaligen Palast – der zum Gefängnis und Jusitzpalast umfunktioniert wurde.

Was folgte, war beispiellos an Widerlichkeiten und ekelhaften Verhören: Louis Charles wurde von seiner Mutter getrennt, in Isolation gehalten, malträtiert und solange gefoltert, bis er zugab, dass ihn seine Mutter sexuell missbrauchte. Zu diesem Zeitpunkt war er 8 Jahre alt. 
Foto: mythoskaiserinelisabeth.com – Petra (vormals Sternenkaiserin)
Grab, Königin Marie Antoinette, Basilika St. Denis

Als man schließlich dieses Geständnis erzwungen hatte, konnte man Königin Marie Antoinette einen Prozess machen, der beispielloser nicht hätte sein können.

Sämtliche Anklagepunkte waren falsch. Trotzdem wurde sie von den Geschworenen für schuldig befunden und zum Tode verurteilt.

Am 16.10.1793 wurde Marie Antoinette um 12.00 Uhr per Guillotine auf dem heutigen Place de la Concorde enthauptet.

Ihre Haare waren über Nacht schlohweiß geworden, sie war völlig ruhig und im Reinen mit sich.

Marie Antoinette wurde im Massengrab bei der La Madelaine verscharrt.

Mehr als 20 Jahre später wurde sie ausgegraben, an ihrem Strumpfband erkannt. Nun ruht sie neben ihrem Mann in der St. Denis Basilika.

Info nebenbei:

Königin Marie Antoinette war die Ur-Großtante von Kaiser Franz Joseph.


Marie Antoinette Reisebericht – Versailles, Paris und St. Denis Basilika

Foto: mythoskaiserinelisabeth.com (vormals Sternenkaiserin)
König Louis IV

Chateau Versailles
Adresses: Place d’Armes 78000 Versailles France
Öffnungszeiten Palast: Dienstag bis Sonntag 9.00 Uhr – 18.30 Uhr
Garten: täglich 8.00 Uhr bis 20.30 Uhr
Trianon Paläste: Dienstag bis Sonntag 12.00 Uhr – 18.30 Uhr
Wagenburg: Dienstag bis Sonntag 12.30 – 18.30 Uhr
Preise: unterschiedlich, bitte der Homepage entnehmen: Chateau Versailles
Kommt so zeitlich wie möglich!!
Dauer: ganzer Tag 

Versailles: Diesen Ort hat König Ludwig II wie keinen Zweiten bewundert.

Den größeren Spiegelsaal hat Herrenchiemsee – um ganze 2 Meter (75 Meter versus 73 Meter in Versailles).

Wäre König Ludwigs II in Erfüllung gegangen, wäre Herrenchiemsee größer geworden, als Versailles. Bevor ihr zum Video kommt, hier ein paar kleine Eindrücke vom berühmtesten Saal der Welt:

Wer die Dimensionen von Versailles kennt, kann sich das auf Herrenchiemsee kaum vorstellen; baulich wäre es jedoch möglich gewesen.

So bleibt uns nur die Vorstellung und das Original. Beides ist jedenfalls sehenswert.

Beginnen wir nun also mit der Geschichte von Versailles, welche ich hier ausführlich erzähle:

Video: mythoskaiserinelisabeth.com – Marie

Video: mythoskaiserinelisabeth.com – Petra (noch für Sternenkaiserin gedreht)

Das beeindruckende Areal von Versailles.

Foto: mythoskaiserinelisabeth.com – Petra (vormals Sternenkaiserin)

Um sich von den Räumen ein Bild zu machen, habe ich euch einige kurze Videos gedreht.

Die Möbel sind nicht Original.

Als die französische Revolution war, wurde das Schloss gestürmt und geplündert. Auch die Nazis haben hier im 2. Weltkrieg brutal ihr Unwesen getrieben.

Man hat aber zumindest versucht, aus anderen Schlössern oder durch Nachbau und Rekonstruktion die Räume einzurichten. Deckenmalerei und Gemälde sind (zum Teil) Original oder restauriert.

Leider waren die Marie Antoinette Räume gesperrt – hier einige Impressionen zu den Zimmern, die man nur von der Seite einsehen kann:

Video: mythoskaiserinelisabeth.com – Petra (noch für Sternenkaiserin gedreht)
Video: mythoskaiserinelisabeth.com – Petra (noch für Sternenkaiserin gedreht)

Die Privaträume von Königin Marie Antoinette waren leider gesperrt.
Ich konnte nur ein bisschen „reinfilmen“

Video: mythoskaiserinelisabeth.com – Petra (noch für Sternenkaiserin gedreht)
Video: mythoskaiserinelisabeth.com – Petra (noch für Sternenkaiserin gedreht)
Video: mythoskaiserinelisabeth.com – Petra (noch für Sternenkaiserin gedreht)
Video: mythoskaiserinelisabeth.com – Petra (noch für Sternenkaiserin gedreht)
Video: mythoskaiserinelisabeth.com – Petra (noch für Sternenkaiserin gedreht)

Saal der Toten – die wunderschöne Galerie ist voll mit Bildern von Schlachten, hauptsächlich von Napoleon Bonaparte.

Video: mythoskaiserinelisabeth.com – Petra (noch für Sternenkaiserin gedreht)

Bevor wir das innere Areal des Schlosses Versailles verlassen, möchte ich euch noch zwei wunderschöne Besonderheiten zeigen:

Zum einen die „private Kathedrale“, in der auch Marie Antoinette ihren Dauphin Louis XVI heiraten musste.

Privat deshalb, weil sie sich innerhalb der Mauern von Versailles befindet, allerdings durch den stetigen Personenandrang von 3000 - 10000 Personen so überdimensional ist, dass sie mit dem Stephansdom mithalten kann.

Zum anderen die „private Oper“. Hier fanden für den inneren Kreis Opernaufführungen statt. Zu besichtigen nur über 2 geöffnete Fenster. Man darf beides nicht betreten.

In der Oper von Versailles finden allerdings noch Aufführungen statt. Solltet ihr an einem Ticket interessiert sein, wendet euch bitte hier her.

Lust auf einen Spaziergang durch den Garten?

Nehmt euch Zeit.
Und zieht euch bitte bequeme Schuhe an.
Ich meine das Ernst.
Der Garten ist an Dimensionen nicht fassbar.


Es gibt einen kleinen Zug der zwischen den beiden Trianons, dem Grande Canale und dem Schloss hin und her fährt.

Einen Platz zu ergattern ist gar nicht so leicht; vor allem bei der Rückfahrt. Die Züge fahren nur unregelmäßig, unbedingt an die Fahrpläne halten.

Man kann auch für ein hübsches Sümmchen Geld einen Golfwagen mieten und selbst im Garten herumfahren.

Doch die meisten Wege sind für den Wagen gesperrt, weshalb einem dann wieder nur die Seitenwege bleiben.

Am meisten sieht man, wenn man in der Mitte zum großen Brunnen runter geht und dann links und rechts in die Gärten wandert.

Es gibt oftmals kleine versteckte Labstellen, mit Getränken und Erfrischungen. Nicht gerade billig, aber man kommt nicht darum herum, da man mit eigenen mitgebrachten Sachen nicht ins Schloss darf (wird kontrolliert).

Kleiner Souvenir Kauftipp :

Wenn ihr Souvenirs kaufen möchtet, kauft diese im großen Souvenirshop im Schloss.

Doch Achtung:

Es gibt keine Schließfächer, weshalb ihr den ganzen Tag die Sachen mittragen müsst.

Da ihr auf einem Seitenausgang das Schloss endgültig verlassen müsst, könnt ihr auch nachher nicht mehr einkaufen.

Lediglich im Grand Trianon gibt es noch einen kleinen Souvenirshop; hier geht es aber hauptsächlich um Marie Antoinette „Kitsch“

(Seifen, Marmeladen, Geschirrtücher etc.).

(weiter unten dazu mehr – im Video zum Grand Trianon)

Hier ein Rundumblick vom Schloss Versailles, Neptunbrunnen und die erste Etage vom Garten.

Wer von euch den wunderschönen Film „Die Gärtnerin von Versailles“ mit Kate Winslet und dem wunderbaren Alan Rickman (sein letzter Film) kennt, wird allerdings enttäuscht sein. Der Film ist reine Fiktion (dennoch sehenswert).

Video: mythoskaiserinelisabeth.com – Petra (noch für Sternenkaiserin gedreht)

Die tanzenden Fontänen von Versailles sind ein Hingucker. Die entdeckt ihr aber nur, wenn ihr zu Fuß geht. Vom Haupteingang links hinunter Richtung „ins Nichts“. Dort findet ihr stille Ecken und Wege und eben auch die tanzenden Fontänen.

Video: mythoskaiserinelisabeth.com – Petra (noch für Sternenkaiserin gedreht)
Video: mythoskaiserinelisabeth.com – Petra (noch für Sternenkaiserin gedreht)

Petit Trianon – oder „das kleine Schloss Schönbrunn“

Absolut sehenswert ist das „kleine Schloss Schönbrunn“, wie Marie Antoinette ihr Petit Trianon liebevoll genannt hat.

Auch dieses wurde brutal geplündert, von den Nazis zerstört und dann wieder liebevoll restauriert und hergerichtet.

Die Möbel stammen größtenteils aus dem Besitz der Königin.

Marie Antoinette flüchtete aus Versailles aus mehreren Gründen:

Zum einen frequentierten täglich (!) 10.000 Personen Versailles. 4000 lebten permanent im Schloss, weitere 2700 Menschen rundum.

Versailles war ein „offenes“ Schloss; d.h. man konnte ohne weiteres jederzeit in die Privatgemächer der Königin und des Königs ohne aufgehalten zu werden.

So musste auch Marie Antoinette „öffentlich“ gebären, was ihr zusätzlich – zur ohnehin schweren Geburt – persönlich große Last bereitete.

Nach der ersten Geburt unterband König Louis XVI dies aber und Marie Antoinette durfte „privat“ – also unter Aufsicht der Hebamme, Hofdamen, König Louis XVI und einige Staatswürdenträger und Pfarrer – gebären.

Da Marie Antoinette fast nie vor die Tore Versailles durfte, war sie dort mehr oder weniger seit 1770 (Hochzeitsjahr) eingesperrt.

Das Petit Trianon diente als Lustschloss der Mätresse von König Louis XV und wurde 1763-1768 gebaut.

Als König Louis XV. starb, schenkte ihr ihr Ehemann das Petit Trianon.

Marie Antoinette flüchtete vor der täglichen Menschenmenge, ließ sich einen Privatgarten errichten und sperrte sich mehr oder weniger permanent mit ihren Kindern dort ein.

Wer die Königin sehen wollte, musste zum Petit Trianon.

Nur zu offiziellen Anlässen, wie Bälle, Staatsdinner etc kam sie ins große Schloss. Hier ein Rundgang.

Video: mythoskaiserinelisabeth.com – Petra (noch für Sternenkaiserin gedreht)

Das Untergeschoss vom Petit Trianon, wurde leider komplett geplündert. Mit wenigen Mitteln entsteht hier der Eindruck, wie es einmal ausgesehen haben könnte.

Das Geschirr ist Original und konnte rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden.

Video: mythoskaiserinelisabeth.com – Petra (noch für Sternenkaiserin gedreht)

Ich befinde mich nun mehr im Privatgarten von Königin Marie Antoinette.

Hinweis: Mir sind meine französischen Notizen etwas durcheinander geraten: so erwähne ich als Mätresse Madame DuBarry von Louis XVI, in Wirklichkeit war sie die Mätresse von Louis XV und hatte vor Marie Antoinette im Petit Trianon gelebt. Bitte um Entschuldigung. Der Rest meiner Erzählung sollte stimmen.

Video: mythoskaiserinelisabeth.com – Petra (noch für Sternenkaiserin gedreht)

Dorf der Königin

Ein absolutes Highlight ist das „Dorf der Königin“, welches sich Marie Antoinette bauen ließ, um die Einsamkeit loszuwerden, ließ sie das „bäuerliches Landleben“ nachstellen.

Dafür wurden Kühe, Hühner, Schweine etc angeschafft. Die schöne Idylle war natürlich mit dem echten Leben „vor den Toren“ absolut nicht vergleichbar.

Die Häuser sind leider nicht öffentlich zugänglich. 

Das Dorf ist über einen kleinen Weg nicht weit entfernt vom Petit Trianon zu finden:

Video: mythoskaiserinelisabeth.com – Petra (noch für Sternenkaiserin gedreht)
Video: mythoskaiserinelisabeth.com – Petra (noch für Sternenkaiserin gedreht)

Grand Trianon

Wir verlassen nun das Petit Trianon und ich fahre (ihr könnt natürlich auch gehen, der Weg ist nicht weit) zum Grand Trianon.

Um ehrlich zu sein, hat es mich ziemlich erschreckt. Es ist nicht im besten Zustand.

Foto: mythoskaiserinelisabeth.com – Petra (vormals Sternenkaiserin)
Gartenansicht Grand Trianon

König Louis XIV kaufte das Dorf Trianon, welches unmittelbar an Versailles angrenzte. Er wollte den Garten erweitern.

Er ließ die Menschen per Zwangsräumung umsiedeln und das Dorf abtragen.

Auf dem abgetragenen Land ließ er zwischen 1687 und 1688 das Grand und Petit Trianon bauen. Das Grand für sich, das Petit für seine Mätresse Madame de Maintenon.

Hauptsächlich um sich von dem Wirbel im Schloss Versailles zu erholen, zum Vergnügen (auch Fremdgehen genannt) und um den strengen Zeremoniell zu entkommen.

Es galt als Ehre ins Grand Trianon eingeladen zu werden, da man ansonsten wirklich vor verschlossenen Türen stand.

Später richtete sich Napoleon mit seiner Mutter hier ein. Die Möbel stammen großteils aus seiner Zeit.

Video: mythoskaiserinelisabeth.com – Petra (noch für Sternenkaiserin gedreht)

Leider gab es einen Lesefehler bei zweiten Video, deshalb nur ein paar Fotoeindrücke vom Grand Trianon.

Danach solltet ihr den Weg zurück antreten.

Ihr werdet nicht nur halbtot sein, sondern die Zeit wird euch auch davon laufen.

Sobald ihr das Schloss verlassen habt, gibt es kein Zurück mehr.

Aber dann solltet ihr noch die letzten Kraftreserven aufsammeln, über die Straße gehen und euch die Wagenburg ansehen. Die Eintrittskarte ist mit der Versailleskarte gültig.

Wer das nicht gesehen hat, war quasi nicht in Versailles.

So viel Prunk ist kaum zu fassen.
Solltet ihr die Wagenburg im Schloss Schönbrunn kennen – vergesst diese.
Unfassbar.
Passend zum Prunk des soeben Gesehenen.
Video: mythoskaiserinelisabeth.com – Petra (noch für Sternenkaiserin gedreht)

Da ich mich durch meine vielen Berichte viel mit dem Tod befasse, interessiere ich mich natürlich auch für die Leichenwägen jener Zeit.

Ich war immer schon vom Leichenwagen in der Wiener Wagenburg fasziniert. Nichtsdestoweniger weil der Nachbau auf der Bühne beim Elisabeth Musical eine größere Rolle spielt.

Als ich aber den Totenwagen von Versailles sah, blieb mir mein Mund offen stehen.

Deswegen nur ein Video mit dem Leichenwagen aus Versailles:

Video: mythoskaiserinelisabeth.com – Petra (noch für Sternenkaiserin gedreht)

Hier noch einmal die für mich schönsten Wägen aus der Wagenburg Versailles:

Paris


Foto: mythoskaiserinelisabeth.com – Petra (vormals Sternenkaiserin)

Wir verlassen nun Versailles und fahren zurück nach Paris und besuchen das „La Conciergerie„, welches das Gefängnis von Marie Antoinette war.

La Conciergerie
Adresse: 2 Boulevard du Palais, 75001 Paris
Öffnungszeiten: täglich von 9.30 – 18.00 Uhr (außer 1.1., 1.5. und 25.12.)
Eintrittspreis: Erwachsene € 8,50, Kinder: € 6,50 
Kleiner Tipp: Mit kleinen Kindern nicht zu empfehlen – sehr duster und bedrückend
Dauer: 1-3 Stunden

Der gothische Eingangsbereich, des ehemaligen Schlosses, ist beeindruckend:

Video: mythoskaiserinelisabeth.com – Petra (noch für Sternenkaiserin gedreht)

4000 Namen an den Wänden – 2700 davon wurden während der französischen Revolution hingerichtet.

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Marie Antoinettes Gefängniszelle hat mich tief beeindruckt. Noch mehr ihre innere Ruhe, mit der sie zu ihrer Hinrichtung fuhr. Stoisch und mit voller Gelassenheit sah sie ihrem Tod entgegen. Die Menschenmassen waren sich nun gar nicht mehr so sicher, ob sie der Verbrechen, derer sie bezichtigt wurde, begangen hatte.

Königin Marie Antoinette war über Nacht gealtert. Ihre einst wunderschöne blonde Haarpracht, war über Nacht schlohweiß geworden. Sie schnitt diese kurz, versteckte sie unter einer Haube, zog sich ein Leinenhemd an und schritt auf den Karren, der sie zur Guillotine fuhr.

Video: mythoskaiserinelisabeth.com – Petra (noch für Sternenkaiserin gedreht)

Vom La Conciergerie ging es für Marie Antoinette zur Guillotine.

Am heutigen Platz „Place de la Concorde“ wurde sie geköpft.


Das perfide daran:

Hier fanden 139 Personen am 30.5.1770 bei den Hochzeitsfeierlichkeiten von Dauphin Ludwig und Prinzessin Marie Antoinette den Tod.
Hier wurden König Ludwig XVI und Königin Marie Antoinette 1793 hingerichtet.
Video: mythoskaiserinelisabeth.com – Petra (noch für Sternenkaiserin gedreht)

St. Denis Basilika

Zum Abschluss des Marie Antoinette Gedenktages zeige ich euch noch ihre Gruft. 

Foto: mythoskaiserinelisabeth.com – Petra (vormals Sternenkaiserin)
St. Denis Basilika

Sie wurde im Massengrab bei der La Madelaine Kirche begraben. 

Mehr als 20 Jahre später wurde sie aus dem Grab geholt und an ihrem Strumpfband, welches immer noch um ihren Oberschenkel war, erkannt. 

Ihre Gebeine wurden in der Gruft in der St. Denis Basilika beerdigt.

Marie Antoinette wurde nur 38 Jahre alt.

St. Denis Basilika 
Adresse: 1 Rue de la Légion d’Honneur, 93200 Saint-Denis, Frankreich
Öffnungszeiten: Mo – Sa: 10.00 Uhr – 18.15, So: 12.00 Uhr – 18.15 Uhr 
Eintrittspreise: Erwachsene € 7,50, Kinder bis 18 Jahre gratis, Behinderte gratis
Dauer: 2 Std. 

Infos nebenbei zur Basilika: Mit ihr wurde die Gothik begründet und weltweit nachgebaut. Sie ist das große Vorbild für Ken Folletts Buch „Die Säulen der Erde“.

St. Denis ist die Grabkapelle der französischen Könige.

Video: mythoskaiserinelisabeth.com – Petra (noch für Sternenkaiserin gedreht)
Video: mythoskaiserinelisabeth.com – Petra (noch für Sternenkaiserin gedreht)

Einige Impressionen der Kirche; vor allem vom knienden und betenden Königspaar König Louis XVI und Königin Marie Antoinette. Genau unter dem Monument befindet sich die Gruft der beiden. Die Gräber können besichtigt werden.

Video: mythoskaiserinelisabeth.com – Petra (noch für Sternenkaiserin gedreht)

Was wurde aus den Kindern von Marie Antoinette? Die Geschichte der Tochter erzähle ich euch ein anderes Mal.

Die traurige Geschichte ihres Sohnes, Dauphin Louis Charles, welches sich erst am 8.6.2004 schloss, erzähle ich hier.


!ACHTUNG TRIGGERWARNUNG!

FÜR ZARTBESAITETETE ODER SCHWANGERE IST DER VIDEOTEXT NICHT ZU EMPFEHLEN!

! ACHTUNG !

KINDESMISSBRAUCH im Text zu hören

Ich übernehme keinerlei Verantwortung für wie immer geartete psychische oder physische Beeinträchtigungen!

Video: mythoskaiserinelisabeth.com – Petra (noch für Sternenkaiserin gedreht)

Ich bin nun am Ende meiner Reise angelangt und ich hoffe, es hat euch der Einblick in diese große Habsburgerin gefallen.

Die Ur-Großtante von Kaiser Franz Joseph, deren letzten Lebensjahre ich zumindest teilweise komplett erzählt habe, ist eine Reise wert.

Paris ist IMMER eine Reise Wert. Dies sei zum Abschluss erwähnt.

Eine vergnügliche Reise und viele neue Eindrücke wünscht euch

– Petra –

Foto: mythoskaiserinelisabeth.com – Petra (vormals Sternenkaiserin)
Grabplatte, Königin Marie Antoinette, St. Denis Basilika (nicht unweit ihrer Kinder)

Rechtliche Hinweise:

Text: Petra
Bildrechte: mythoskaiserinelisabeth.com – Petra, Ahmed Ertrug, Wikimedia/Commons
Videorechte: Petra