Hochzeit Kaiser Franz Joseph und Herzogin Elisabeth in Bayern (Teil 3)

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Verlobungsbild Kaiser Franz Joseph und Herzogin Elisabeth in Bayern, 1853

Wir feiern heute den Hochzeitstag von Kaiser Franz Joseph und Herzogin Elisabeth in Bayern, die mit dieser Hochzeit zum Hochadel avancierte und Kaiserin von Österreich wurde.

Die kleine Elisabeth verzauberte Kaiser Franz Joseph im August 1853 in Ischl so sehr, dass nach 3 Tagen am 18.8.1853 bereits die Verlobung gefeiert wurde. Mein Beitrag zur Verlobung kann hier nachgelesen werden. 

Seit dem wurde die Hochzeit auf Hochtouren geplant. Die junge Braut wurde nicht lange gefragt. Unglückliche Gedichte schrieb sie in ihr Tagebuch, welche ebenfalls im Beitrag zur Verlobung nachgelesen werden können. Es half alles nichts. Anfang März 1854 unterschrieb ihr Vater Herzog Max den Ehe Pakt.

Direkt nach der Verlobung erhielt Elisabeth Heiratsgut im Wert von 50.000 Gulden (€ 670.000). Weitere 100.000 Gulden (€ 1,34 Mil.) wurde für die Absicherung für die Witwe vereinbart, vorausgesetzt Franz Joseph würde vor ihr versterben. Als Morgengabe wurden 12.000 Dukaten vereinbart.

Kaiser Franz Joseph verpflichtete sich weiters seiner Gattin jährlich eine Apanage von 100.000 Gulden (etwa € 1,34 Mil.) zu bezahlen. Elisabeth sollte also nicht „arm“ in der Ehe sein.

In den späteren Jahren richtete sich Kaiserin Elisabeth in der Schweiz ein Konto ein, so dass sie fernab vom Wiener Hof sehr gut Leben konnte. Sie war zeitweilig sogar reicher als ihr Ehemann.

Weiters wurde Wäsche und Schmuck als Ausstattung vereinbart, wobei diese sehr ärmlich war. Ludovika hatte mit der Hochzeit mit Helene gerechnet. Elisabeth war bei der Verlobung erst 15 Jahre alt und ihre Ausstattung weder komplett, noch für ein Kaiserhaus edel genug.

Die 25 Koffer die vor der Braut in Wien eintrafen, waren daher dem Gespött ausgesetzt. Elisabeth galt als „keine gute Partie“, noch bevor sie Wien erreichte. Ihre Silberausstattung galt als „bescheiden“. Die Silberausstattung, die damals als ein „Muss“ galt, hatte einen Gesamtwert von ca. 700 Gulden (€ 9.380). Handspiegel, Waschkanne und Silberteller bereits mit eingerechnet.

Einzig der Schmuck hatte einen höheren Wert, dieser wurde ihr jedoch im Laufe der Verlobungszeit von Kaiser Franz Joseph und Erzherzogin Sophie geschenkt. Der Wert des Schmuckes wurde auf 60.000 Gulden (€ 804.000) geschätzt.

Die Kleider hatten einen Wert von 50.000 Gulden (€ 670.000). Dabei besaß Sisi 4 Ballkleider, 17 Putzkleider, 14 Seidenkleider und 19 Sommerkleider. Das Wertvollste – ein blauer Samtmantel mit Zobelbesatz, sowie Zobelmuff – war natürlich wieder ein Geschenk von Franz Joseph.

Zum Vergleich: Ein Arbeitslohn für Männer betrug jährlich 300 Gulden (€ 4.020), Frauen nur die Hälfte, Kinder nur ein Bruchteil.

Ein Leutnant hatte 24 Gulden monatlich (€ 321,60) zu erwarten, Soldaten dementsprechend weniger, Offiziere demnach mehr.

Zwar waren diese Beträge für jeden Bürgerlichen immer noch horrend und nicht zu erreichen, aber reiche Kaufleute konnten ihre Töchter weitaus besser ausstatten.

Der „vulgäre“ Landadel von den Herzogs „in“ Bayern wurde von jeher als „nicht standesgemäß“ betrachtet. Der Unterschied zur Erblinie kann hier nachgelesen werden.

Das Datum der Hochzeit wurde auf den 24.4.1854 angesetzt.

Obwohl Ludovika um eine Hochzeit in München kämpfte, verlor sie auch diesen Punkt gegen ihren zukünftigen Schwiegersohn.

Er ließ nicht mit sich Handeln. Die Hochzeit sollte in Wien, in der Augustinerkirche, stattfinden.

In Wien wurde derweil alles für dieses Großereignis vorbereitet. Obwohl die Gefahr eines Krimkrieges bevorstand und kaum abgewendet werden konnte, setzte man große Hoffnungen auf die Hochzeit mit Elisabeth. Wien wurde herausgeputzt.

Auch eine zusätzliche Strophe für die Kaiserhymne wurde geschrieben:

An des Kaisers Seite waltet,
Ihm verwandt durch Stamm und Sinn,
Reich an Reiz, der nie veraltet,
Uns're holde Kaiserin.
Was als Glück zu höchst gepriesen
Ström' auf sie der Himmel aus:
Heil Franz Joseph, Heil Elisen,
Segen Habsburgs ganzem Haus!

Musik: Joseph Haydn
Text: Johann Gabriel Seidl

Am 20.4.1854 bestieg Herzogin Elisabeth mit ihrer Mutter Ludovika eine Kutsche um eine 3tägige Reise anzutreten. Gefolgt von ihrem Vater und den Geschwistern. Zuvor wurde noch groß Abschied in München genommen.

Sie verabschiedete sich von dem gesamten Personal, ihrem Stief-Onkel Ex-König Ludwig I. (der 1848 wegen dem Lola Montez-Skandal abdanken musste), dem regierenden König Maximilian II und der gesamten Verwandtschaft. Die junge Braut war in Tränen aufgelöst.

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Schiff „Austria“ bei der Ankunft in Linz 21.4.1854 

Am 21.4.1854 bestieg sie das Dampfschiff „Austria“ und fuhr von Straubing Richtung Linz.

Franz Joseph entschied sich spontan seine Braut in Linz zu begrüßen und fuhr ihr mit einer Kutsche aufgeregt entgegen.

Das war nicht nur gegen das Protokoll, sondern auch eine ziemliche Überraschung für die Linzer, die mit der Ankunft des Kaisers so gar nicht gerechnet hatten.

Schwiegermutter in spe und Tante Erzherzogin Sophie, muss einer Ohnmacht nahe gewesen sein als sie davon erfuhr.

Kaiser Franz Joseph verstieß damit gegen jede Etikette. Auch das Busserl, dass er seiner Braut Elisabeth vor lauter Freude auf die Wange drückte, hätte nicht stattfinden dürfen.

Es geziemte sich nicht in der Öffentlichkeit zu „Busslern“ – schon gar nicht für einen Kaiser. 

Linz begrüßte die zukünftige Kaiserin mit gebührlichem Programm:

Das Theaterstück

„Die Rosen der Elisabeth“

wurde aufgeführt, danach ein Chorgesang und ein Fackelzug durch die Stadt.

Obwohl junge Braut zu diesem Zeitpunkt schon erschöpft war, stand aber alle Huldigungen mit Bravour durch.

Elisabeth übernachtete mit ihrer Gefolgschaft im Landhaus Linz. Ihr Zimmer ist heute noch erhalten, allerdings ist das Gebäude selbst ein Regierungsgebäude; es ist öffentlich nicht zugänglich.

Ich durfte jedoch den Meetingsaal mit den Original erhaltenen Möbeln und Tapeten besuchen. 

Gegen 4.30 Uhr früh verließ der Kaiser Linz, um seine Elisabeth am Abend in Wien erneut zu begrüßen.

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Ankunft in Nussdorf

Der Raddampfer „Franz Joseph“ nahm am 22.4. erneut die Brautgesellschaft auf und fuhr pünktlich um 8.00 Uhr morgens ab.

Die ganze Zeit musste Herzogin Elisabeth am Schiff stehen, um mit einem Spitzentaschentuch den tausenden Leuten, die die Straßen und Ufer säumten, zu winken.

Wie sehr das an den Nerven der 16jährigen zerren musste, kann man sich kaum vorstellen. Verschüchtert und voller Angst fuhr sie dem Ungewissen entgegen.

Unter Glockengeläut (alle Glocken in Wien läuteten) und Kanonendonner legte das Schiff in Nußdorf an und Franz Joseph gab Elisabeth wieder ein Busserl auf die Wangen.

Die Menschenschar raste vor Begeisterung.

Nie zuvor und nie wieder danach, wurde eine Braut so derartig huldvoll begrüßt und empfangen.

Und obwohl das junge Mädchen sicherlich Ruhe gebraucht hätte, nahm man auf die erschöpfte Braut keine Rücksicht. Der Marathon ging weiter. Der Wagenzug mit dem Brautgefolge, Bräutigam und Eltern zogen von Nußdorf nach Schloss Schönbrunn wo ein großes Dinner statt fand.

Ich habe den Kaiser schon lieb. Wenn er bloß kein Kaiser wäre.“ (1a)

Diesen Satz soll Elisabeth gesagt haben, bevor sie sich mit dem Kaiser verlobt hat.

Sie hat geahnt, was auf sie zukommen wird.

Ich würde persönlich gerne wissen, was sie gedacht hat, als sie den Prunk und den Protz in Schloss Schönbrunn mit seinen 1400 Zimmern erblickte. Als sie erfuhr, dass in Schönbrunn ca. 4000 Personen permanent wohnten.

Plötzlich waren Menschen um sie herum, sie ihr von einer Sekunde auf die nächste die Hand küssen wollten/mussten. All das ist natürlich nicht überliefert.

„…man begafft mich wie ein seltenes Tier…“

Diese Textzeile aus dem Musical Elisabeth ist wohl noch harmlos ausgedrückt. 

Mit großer Feierlichkeit überreichte Franz Joseph sein Brautgeschenk.

Eine Diamantenkrone, die extra für 100.000 Gulden (€ 1,34 Mil.) überarbeitet wurde.

Hierzu ist im Musical Elisabeth eine Textzeile überliefert:

„In der Schatzkammer fiel die Krone zu Boden…“

Dies galt als schlechtes Omen und wurde für eine schlechte Ehe vorausgesehen. Danach wurden alle anderen Geschenke überreicht. Ex-Kaiser Ferdinand überreichte ihr ebenfalls ein Diamantendiadem.

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Sophie Gräfin Esterházy
Lithographie: Josef Kriehuber, 1833
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Pauline Marie Gräfin von Königsegg zu Aulendorf, geb. Gräfin von Bellegarde

Zu all dem wurden ihr noch ihr völlig fremde Personen zugeteilt. Alle Damen, die sie bis jetzt betreuten, wurden ihres Dienstes enthoben.

Statt dessen wurde ihr als Obersthofmeisterin Sophie Maria Josepha Prinzessin von und zu Liechtenstein, Gräfin Esterházy von Galántha (*5.9.1798, † 17.6.1869) zur Seite gestellt.

Gräfin Esterházy war Hofdame bei Erzherzogin Sophie und eine ihrer engsten Vertrauten. Elisabeth hat Gräfin Esterházy vom ersten Anblick an abgelehnt.

Zu Recht, denn die Gräfin hatte nichts besseres zu tun, als jede kleine Verfehlung die sich die junge Kaiserin erlaubte an Erzherzogin Sophie weiterzuerzählen.

Sie behandelte die junge Kaiserin wie ein unmündiges kleines Kind und erzählte ihr weiters den gesamten Tratsch vom Hof, der die Kaiserin nicht im geringsten interessierte.

Weiters wurde ihr Obersthofmeister Fürst Lobkowitz zur Seite gestellt.

Pauline Marie Gräfin von Königsegg zu Aulendorf, geb. von Bellegarde (Gräfin Bellegarde) (*2.4.1830, † 27.5.1912) und Gräfin Lamberg vervollständigten das direkte Personal von Elisabeth.

Zusätzlich zogen ein Sekretär, eine Kammerfrau, ein Kammerthürhüter, vier Leiblakeien, ein Hausknecht und ein Kammerweib mit Elisabeth in die Hofburg bzw. Schloss Schönbrunn. Das dies die kleine Prinzessin aus Bayern einschüchterte wird jedem verständlich sein.

Am 23.4. wurde der Hochzeitsmarathon fortgesetzt.

Vom heutigen Theresianum (damals „Favorita“ und von Franz Joseph kaum noch benützt) wurde das strenge Zeremoniell gestartet, wo Elisabeth bereits seit einigen Stunden für dieses Ereignis hergerichtet wurde.

Die von 8 Lipizzanern gezogene Prachtkutsche, wurde mit Leibgardisten in Paradeuniform begleitet. Weiters folgten dem Tross 6spännige Kutschen mit den Geheimen Räten, Palastdamen und der Familie. Neben den Wägen gingen die Diener.

Wienmuseum.at
die neu erbaute Elisabethbrücke
Kutsche mit Herzogin Elisabeth und Herzogin Ludovika, dahinter die Karlskirche

Der Zug führte über die neue Elisabethbrücke, welche 1898 abgerissen wurde.

Sie trug ein rosa Putzkleid mit Schleppe, welches mit Rosengirlanden geschmückt war. Das neue Diamantendiadem wurde ihr auf den Kopf gesetzt. Herzogin Elisabeth war überaus verängstigt und schluchzte leise vor sich hin. Aber auch Ludovika schüchterte diese enorme Zeremonie ein.

Als der Zug vor der Kirche ankam erklangen wieder alle Glocken, um den Einzug der Braut zu würdigen. Die Straßen waren voll von Schaulustigen, die sich alle einen Blick auf die baldige Kaiserin erhofften.

Als sie endlich bei der Hofburg ankam, war sie zu Tode erschöpft.

Beim Ausstieg aus der Kutsche, passierte ihr deswegen ein kleiner Fauxpas. Sie blieb mit der Diamantenkrone an der Türfassung der Kutsche hängen und strauchelte daher beim Aussteigen. 

Der Wiener Hof hatte gleich wieder zu lachen und zu tratschen, da dieses Missgeschick natürlich ausgerechnet vor allen Augen passierte.

Im Amalienhof (Trakt der Hofburg) angekommen, durfte sich die junge Braut endlich ausruhen.

Elisabeth notierte in ihr Tagebuch:

Ich bin erwacht in einem Kerker,
Und Fesseln sind an meiner Hand.
Und meine Sehnsucht immer stärker –
Und Freiheit! Du, mir abgewandt. (1)

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„Eine Vorstellung wie die Hochzeitszeremonie aussah“, Neue Illustrierte Zeitung, 1879 zum 25. Hochzeitstag veröffentlicht, Holzstich, Anonym

Am nächsten Morgen gingen die Hochzeitsvorbereitungen erneut los.

Die Hochzeit war für 19.00 Uhr am Abend angesetzt.

Jede Braut kennt die Vorbereitungen die an diesem Tag auf sie warten. Eine 16jährige Braut und noch dazu die zukünftige Kaiserin, musste noch strengere Vorbereitungen über sich ergehen lassen.
Foto: Kunsthistorisches Museum Wien
Wagenburg Schloss Schönbrunn
Schleppe vom Brautkleid, als einziges komplett erhalten

Video zur 3,80 m Hochzeitsschleppe aus der Wagenburg (Schloss Schönbrunn).

Video: mythoskaiserinelisabeth.com – Petra (vormals Sternenkaiserin)

Bis heute weiß niemand wie das Hochzeitskleid von Herzogin Elisabeth in Bayern genau aussah.

Es gab vor einigen Jahren von Schloss Schönbrunn einen öffentlichen Aufruf ob jemand am Dachboden oder sonst wo, von seinen Ur-Urgroßeltern Zeichnungen zum Brautkleid von Kaiserin Elisabeth liegen hat. Diese Zeichnungen hätten demjenigen viel Geld eingebracht. Leider verhallte der Aufruf ungehört. Und so müssen wir bis heute ungefähr erahnen, wie das Kleid ausgesehen haben könnte.

Aber warum war das so?

Es waren nur geladene Gäste in die Kirche vorgelassen und die platzte schon aus allen Nähten. Das gemeine Fußvolk musste natürlich vor der Türe warten und wer tatsächlich einen Blick erhaschen konnte, konnte das Kleid vermutlich nicht richtig sehen. Maler, Zeichner usw. waren sicherlich positioniert, aber keiner hätte es genau treffen können. Und ein Maler war an diesem Tag leider keiner bestellt.

Bei der Hochzeit in der Augustinerkirche selbst waren nur die engsten Familienangehörigen, der Hofstaat und die Kardinäle anwesend. Deswegen existieren auch hier keine genauen Aufzeichnungen wie Elisabeth am Tag ihrer Hochzeit aussah.

Der Bericht zum Vespermantel zum Hochzeitskleid von Kaiserin Elisabeth kann hier nachgelesen werden.

Wenn man sich aber diese Aufzeichnungen ansieht, kann man ungefähr das genaue Ausmaß erahnen:

Ihre königliche Hoheit trug ein Schleppenkleid und einen Mantel von Moire antique, prachtvoll mit Gold und Silber gestickt und reich mit Myrthen verziert.

Auf ihrem Haupte glänzte das nämliche Diadem, welches ihre durchlauchtigste Schwiegermutter, die Erzherzogin Sophie, an ihrem Vermählungstage getragen hatte. Über die Schultern der kaiserlichen Braut wallte ein Spitzenschleier herab und die Brust schmückte ein frischer Rosenstrauß. (2)

In Sophies Tagebuch fanden sich folgende Passagen (alle abzuschreiben, würden jeglichen Rahmen sprengen, aber die wichtigsten gebe ich wieder):


Montag, 24. April […] gegen 7h 3/4 suchte mich der Kaiser nach seiner Beichte auf und fand Louise (Ludovika, Sisis Mutter) in meinem Salon vor, die auf das Ende von Sisis Beichte bei Bischof Zenner in meinem Oratorium wartete. Begleitet von ihrer Mutter nahm Sisi mit dem Kaiser an der Heiligen Messe […] in der Josephskapelle teil. – Franz, unsere 3 Jüngsten, ich und Carl in meinem Oratorium. Dort habe ich gebetet und aus ganzem Herzen geweint. (6)

Das Frühstück im roten Kabinett mit meinen 4 Kindern, ihrem Vater, Louise [und] ihren Töchtern: [Herzog] Max und Ludwig kamen dazu. Der Kaiser, so glücklich und verliebt. […] (7)

Nach 3h: das Diner bei mir mit meinen 4 Kindern und ihrem Vater. Gute und fröhliche Unterhaltung. Wir tranken auf das Wohl der jungen Brautleute, auf Marie und Fritz von Sachsen, die Hochzeitstag hatten. […] (8)

Um 5h Toilette:: Kleid aus weißem Stoff und Gold von Franz; Mantel aus amarantfarbenen Stoff, den ich mit Gold und Silber besticken ließ. (9)

Gegen 6h 1/2: mit meinem Sohn und seinem Vater zu Louise , wo wir 4 Väter und Mütter das junge schöne Paar segneten. Mein liebes Kind strahlte vor Glück. Sisi war schön und elegant. Nachdem mich mein Sohn fest umarmt hatte, umarmte er seine Braut, während er sanft ihre Hand drückte, sagte er ihr liebevolle Dinge und wie er auf ihr Wohlergehen bedacht war. Ich war so glücklich. (10)

Im Spiegelsalon fanden wir die gesamte kaiserliche Familie vor. Langes und immenses Gefolge (alle Palastdamen hatten Dienst) (Anmerkung Petra: meinen Beitrag zum Hofzeremoniell könnt ihr hier nachlesen) bis zur Augustinerkirche, der Gang übermäßig heiß, die jungen Leute der Neustädter Akademie standen zu ihrer großen Freude Spalier. […] der Erzbischof, assistiert von den Bischöfen von Linz und St. Pölten, segnete die Vermählung nach einer langen Predigt […], Nachdem die Ringe getauscht waren, läutete es 7h 1/2. In diesem schönen Moment führte der Kaiser die Kaiserin zum Thron und ließ sie an seiner Seite Platz nehmen, ihre Mutter neben mir, die Augen geschlossen, die Hände gefaltet, mit einem Ausdruck von Bescheidenheit und christlicher Demut – sehr ergreifend. (11)

Foto: Wikimedia/Commons
Kardinal Joseph Othmar Ritter von Rauscher
Foto: Wikimedia/Commons
Herzogin Elisabeth wird zur Kaiserin
man erkennt gut das beschriebene Rosenbouquet, das Diadem und den Brautschleier

Die Kirche wurde mit 15.000 Kerzen erleuchtet und die junge Braut betrat die Augustinerkirche, wo 70 Kardinäle, Bischöfe und Prälaten auf sie warteten.

Kardinal Joseph Othmar Ritter von Rauscher (*6.10.1797, † 24.11.1875) nahm die Trauung vor.

Auch Wien erstrahlte im schönsten Licht. Kerzen, Gasflammen und elektrische Glühlampen wurden angezündet.

Danach zog der Hochzeitszug zurück in die Hofburg, wo wieder das steife Zeremoniell begann.

Foto: Nationalbiblithek.at
Große Cour im Zeremoniensaal der Wiener Hofburg anlässlich der Vermählung Kaiser Franz Josefs I. mit Elisabeth in Bayern am 24. 4. 1854; Repronegativ nach einer Xylographie von Eduard Kretzschmar
in der „Illustrierten Zeitung“
vom 6. Mai 1854

Nun in Form der Huldigungen und Glückwünsche die auf die ermüdete und erschöpfte Braut zukamen.

Eine Pause oder gar eine Erfrischung gab es nicht.

Gräfin Esterházy stellte die „Palast- und appartementmäßigen Damen“ und Oberhofmeister Lobkowitz die „Kavaliere des Hofstaates“ vor. Die Damen durften nun zum Handkuss vorgelassen werden.

Kaiserin Elisabeth vollkommen übermüdet, verwirrt und verweint reagierte natürlich falsch und wartete, dass die Damen das Wort an sie richteten.

Man kann sich lebhaft vorstellen, was das wiederum für ein Getuschel und Getratsche war, als die Kaiserin nicht selbst das Wort an die Damen richtete. Das Hofprotokoll sah vor, dass man die Kaiserin nicht ansprechen durfte. Nur die Kaiserin selbst durfte das Gespräch beginnen.

Die nächste Peinlichkeit ließ nicht lange auf sich warten. Als zwei Cousinen sah, zog sie ihre Hand zum Handkuss zurück und umarmte die beiden. Ihre Obersthofmeistern war so echauffiert, dass sie die Kaiserin coram publico aufforderte, nur streng nach Zeremoniell zu handeln.

Elisabeth durfte nur noch die Hand für den Handkuss reichen. Vor lauter Scham brach sie in Tränen aus und verließ den Saal.

Die peinliche Szene konnte der ganze Wiener Hof beobachten, man mag sich dies auch in der heutigen Zeit gar nicht ausmalen. Der Skandal war perfekt, auf Monate hin, war für Hohn und Spott gesorgt.

Nach 23.00 Uhr waren endlich alle Feierlichkeiten abgeschlossen und die „Bettlägeszene“ wurde vorbereitet.

Ludovika und Sophie begleiteten Elisabeth in ihr Schlafzimmer und halfen ihr sich für die Hochzeitsnacht herzurichten.

Sophie schrieb in ihr Tagebuch:

Zwischen 10 und 11h: Tee und Souper bei mir, wir 4 Väter und Mütter und unsere Kinder. Nachdem alle gegangen waren, führten wir, Louise und ich, die frisch Vermählte in ihrer Gemächer. Ich ließ sie mit ihrer Mutter allein und richtete mich im Kabinett neben dem Schlafzimmer ein, bis sie zu Bett gegangen war; ich suchte meinen Sohn auf und begleitete ihn zu seiner jungen Frau, die, als ich ihr gute Nacht sagte, ihr hübsches von reichem, schönen Haar umrahmtes Gesicht im Opfpolster verbarg, wie ein erschreckter Vogel, der sich in seinem Nest versteckt. Ich ging mit Louise […] (3)

Die Ehe wurde nicht vollzogen.

Am nächsten Tag tauchte Sophie beim gemeinsamen Frühstück auf und ließ sich von ihrem Franzi erzählen, wie die Hochzeitsnacht gelaufen sei. Franz Joseph musste mit hochrotem Kopf zugeben, dass diese nicht stattgefunden hatte.

Auch die Kammerzofen und Lakaien wussten bereits, dass es keinen Vollzug gab. Das verräterische Bettzeug wurde entfernt und neu bespannt.

Kaiserin Elisabeth schämte sich zu Tode.

Auch am zweiten Tag konnte kein Erfolg vermeldet werden.

Mittlerweile tuschelte schon der gesamte Hof und Kaiser Franz Joseph wurde zum Gespött von ganz Schönbrunn und der Hofburg. Die Offiziere und Soldaten von den Regimentern schlossen schon Wetten ab, „wann die Kaiserin fallen würde“. Eine Schande für den jungen Kaiser und natürlich noch mehr für die junge Frau.

Erst am dritten Tag wurde die Ehe vollzogen.

Ob sich der Kaiser nahm, was ihm nicht zustand, oder ob ihn Elisabeth tatsächlich ließ ist nicht überliefert. Liest man sich aber die Aussagen, seiner späteren Liebhaberinnen durch, so zählte Franz Joseph zu den „groben Liebhabern“, die nichts von Liebe und Zärtlichkeit verstanden.

Ich nehme also einmal an, dass Elisabeth in ihrer dritten Ehenacht gelitten hat. Und dies auch der Grund war, warum sie Zeit ihres Lebens ein Trauma diesbezüglich hatte und von weiteren Liebesnächten nicht viel hielt.

Auch die peinlichen Berichte an seine Mutter waren sicherlich ein Grund für die junge Frau, sich später zu entziehen. Sie wollte einfach nicht der Guten Morgen-Tratsch bei ihrer Tante und Schwiegermutter sein.

Kaiser Franz Joseph fand sich nun also zum Frühstück bei seiner Mutter ein und bat auch seine Frau zu kommen. Dort berichtete er von dem Vollzug.

Die Kaiserin aber blieb noch eine Weile im Bett, weil sie sich schämte. Sie folgte erst später und hoffte, dem peinlichen Gespräch auszuweichen.

Elisabeth erzählte folgendes später Marie Festetics:

Der Kaiser war so gewohnt, zu folgen, daß er sich auch darin ergab. Aber mir war das gräßlich. Ihm zu lieb ging auch ich.“ (4)

Bis zum 30.4.1854 zogen sich die Hochzeitsfestlichkeiten. Es fand noch ein Hofball, Theateraufführungen, ein Staatsdinner mit 160 geladenen Gästen uvm. mehr statt.

Foto: Schloss Laxenburg
Schloss Laxenburg, Franzenburg

Die Flitterwochen wurden in Schloss Laxenburg verbracht.

Doch diese verbrachte Elisabeth mit ihren fremden Hofdamen zum größten Teil allein.

Franz Joseph musste jeden Morgen zurück, um die Staatsgeschäfte zu erledigen. Kaiserin Elisabeth litt unter großem Heimweh.

Hinzu kam das strenge Protokoll. Als bayrische Herzogin wurde sie frei und unkonventionell erzogen.

Ab sofort durfte sie sich nicht mehr alleine anziehen, ausreiten oder gar Spazierengehen.

Sogar ihre Mahlzeiten musste sie in „fremder“ Gesellschaft einnehmen. Elisabeth musste das Protokoll einhalten und die dafür vorhergesehen Personen mitnehmen.

Eine Qual, wenn man bedenkt, dass Elisabeth auf die Aufgabe einer Kaiserin nicht vorbereitet wurde.

Bereits im Juni 1854 musste Elisabeth bei einer Repräsentationsreise nach Böhmen und Mähren ihren Kaiserinnenpflichten nachgehen.


25 Jahre später – 25.4.1879 Silberhochzeit

Foto: Wikimedia/Commons
Bild: Georg Raab
Diamantenbesticktes Kleid zum 25. Hochzeitstag, 24.4.1879.
Kaiserin Elisabeth war 41 Jahre alt
das letzte offizielle Bild auf dem sie sich malen ließ

Kaiserin Elisabeth lebte bereits lange ihr eigenes Leben.

Sie war mittlerweile 41 Jahre alt und schön wie eh und je.

Foto: Wikimedia/Commons
Huldigungsblatt zum 25jährigen Hochzeitstag eines Lithographen
Fantasieabbildung

Kaiser Franz Joseph lebte immer noch das steife Leben eines Monarchen, der nicht anders konnte, als seine Pflicht zu erfüllen.

Er verehrte seine „Engels Sisi“ und hoffte immer noch, dass sie ein Leben zusammen führen könnten. Die Wiener hofften auch immer noch, eine Kaiserin zu bekommen, die endlich ihre Pflichten wahrnahm und ihrer Stellung ein Tun einhauchte.

Kaiserin Elisabeth nahm das Fest mit eisiger Kälte und einer demonstrativer Teilnahmslosigkeit hin.

Die Ehe galt im inneren Kreis längst als zerrüttet. Elisabeth wollte nicht einmal mehr den äußeren Schein wahren.

Die zahlreichen Affären ihres Mannes, die noch während der glücklichen ersten Jahre begannen und sie damals noch zu Tränen rührten , tangierten sie zu diesem Zeitpunkt nicht mehr.

Mit wem der Kaiser verkehrte und welchen Tratsch es darüber gab kann hier nachgelesen werden.

Im Hintergrund liefen die Vorbereitungen für ihren Irland Aufenthalt auf Hochtouren.

Ein Gedicht von Kaiserin Elisabeth, dass sie für „ihre Zukunftsseelen“ hinterließ, zeigen sehr genau, wie sie über ihre Ehe dachte:

Nur staune nicht, wenn beim Verrichten
Nach altem Patriarchenbrauch
Der legitimen Ehepflichten
Dich streift ein eisigkalter Hauch. (5)

zeugt von ihrem Hass auf ihre Ehe und alles was damit verbunden war.

Auch das Gedicht

Für mich keine Liebe
Für mich keinen Wein,
Die eine macht übel,
der andere macht spei'n

Die Liebe wird sauer,
Die Liebe wird herb;
Der Wein wird gefälschet;
Zu schnöden Erwerb.
Doch falscher als Weine
Ist oft noch die Lieb';
Man küsst sich zum Scheine
Und fühlt sich ein Dieb!

Für mich keine Liebe,
Für mich keinen Wein;
Die eine macht übel,
Der and're macht spei'n! (12)

lässt im Nachhinein nichts Gutes erahnen.

Foto: Wikimedia/Commons
Ausschnitt des Altarbildes von Hans Canon; 25.4.1879, Zu erkennen: Madonna mit dem Jesuskind, link hl. Franz von Assisi, rechts hl. Elisabeth Josefskapelle Wien Foto
Foto: Wikimedia/Commons
Selbstportrait Hans Canon

Erzherzogin Gisela, Kronprinz Rudolf und Erzherzogin Marie Valerie schenkten den Eltern ein Altarbild.

Ein Tryptichon, welches von Rubin inspiriert wurde. Der Maler war niemand geringerer als Hans Canon (*15.3.1829, †12.9.1885).

Das Bild zeigt die heilige Elisabeth, den heiligen Franz von Aissisi (beide die jeweiligen Namenspatronen) und die heilige Madonna mit dem Jesuskind.

Links und rechts des Bildes sind jeweils Kronprinz Rudolf, Erzherzogin Marie Valèrie, sowie Prinzessin Gisela von Bayern kniend vor ihrem Mann Leopold Prinz von Bayern zu sehen. Das Bild wurde in der Josefskapelle in der Hofburg aufgestellt und kann heute besichtigt werden.

Das berühmte Silberhochzeitskleid – Tornürenkleid

Das Kleid selbst trägt seine eigene Geschichte. Laut Prager Tagesblatt vom 27.4.1879 ist es das Hochzeitskleid von Kaiserin Elisabeth, welches sie am 25.4.1854 getragen hat. Bis dahin wurde es in Possenhofen aufbewahrt.

Das Kleid wurde nach Prag gebracht, wo es aufwändig und nach den Wünschen der Kaiserin umgearbeitet wurde.

Es war Diamantenbestickt mit Gold- und Silberfäden versehen. Danach wurde das Kleid der Wallfahrtsbasilika Maria Taferl gespendet.

Foto: myheimat.de
Kopie des Silberhochzeitskleid Kaiserin Elisabeth, Ausstellung 2016, Sisi Schloss Aichach

Aus den Nähten der Bestickung des Hochzeitskleides, wurde nun der berühmte Vespermantel gemacht. Hier noch einmal der Link zum Vespermantel.

Foto: mythoskaiserinelisabeth.com – Petra

Die fast fertiggestellte Ringstraße sollte Kulisse für das Prunkfest sein. Otto Wagner persönlich gestaltete das Kaiserfestzelt vor dem Äußeren Burgtor. Hans Markart gestaltete das Fest.

Foto: Österreichische Nationalbibliothek
Festplatz vor dem Äußeren Burgtor
Foto: habsburg.net
Festzug zum 25. Hochzeitstag, Xylografie 1879

300.000 Menschen säumten die Wiener Ringstraße, 120 Festbühnen und das gesamte Kaiserreich war auf den Beinen.

Eines der seltenen Anlässe, wo man Kaiserin Elisabeth „bestaunen“ konnte.
Und die Wiener taten dies mit Freuden.

Foto: bildarchivaustria.at
Votivkirche ca. 1900
Foto: Wikimedia/Commons
Votivkirche, Innen

Ebenfalls an diesem Tag wurde die Votivkirche eingeweiht.

Zum Dank, dass Kaiser Franz Joseph das Attentatsversuch durch János Libényi überlebt hatte, wurde von Erzherzog Ferdinand Maximilian am 24.4.1856 eine Kirche in Auftrag gegeben.

Nach 23 Jahren Bauzeit war sie endlich fertig und konnte eingeweiht werden. Meinen Beitrag zum Libényi-Attentat kann hier nachgelesen werden.

Dies alles half aber nichts mehr.

Kaiserin Elisabeth floh sofort nach diesem Festakt und kehrte immer nur für kurze Zeit nach Wien zurück.

Es sollte niemals mehr eine Verbundenheit mit dieser Stadt geben.

Der Wiener Hof, sein Hohn und Spott, den die junge Braut zu spüren bekam, sollten sie auch noch im Alter verfolgen. 

Sie hasste regelrecht die Wiener Gesellschaft und alles was damit verbunden war.

– Petra –


Rechtliche Hinweise:

Text: Petra
Video: Petra
Bildrechte: habsburg.net, Österreichische Nationalbibliothek, wienmuseum.at, mythoskaiserinelisabeth.com – Petra, Kunsthistorisches Museum Wien, Wikimedia/Commons, Schloss Laxenburg, Antiquariat kunst-bail via ebay.de


Literatur Hinweise:

1 – S 39
Presse Geschichte – Heft
Franz Joseph I Kaiser von Österreich

1a – S. 35, 3 – S 76, 4 – S 78
Brigitte Hamann
Elisabeth Kaiserin wider Willen
Amalthea Verlag, 11. Auflage 1992

5 – S 63
Werner Schima
Sisi – Die ganze Wahrheit

2 – S. 53, 6 – 11 – S. 65/6
Michael Budde
Sisis Hochzeit und das Elisabeth Fest Album
Michael Imhof Verlag, 2012, 1. Auflage mit CD

12 – S 80/1
Kaiserin Elisabeth
Das poetische Tagebuch
Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
1995, 3. Auflage


Das Libényi Attentat (Teil 2)

Foto: Dorotheum  Wien
Kaiser Franz Joseph I, Gemälde nach Eduard Klieber, 1851


„Sei brav, es ist gern geschehen“

mit diesen Worten verabschiedete sich Ex-Kaiser Ferdinand I. von seinem Neffen und jetzigen Kaiser Franz Joseph und übergab ihm ein mehr oder weniger desolates Reich.

Danach war der Kaiser auf sich allein gestellt. Natürlich hatte er seine Minister und seine Mutter um sich, aber der 18jährige Franz Joseph wurde mit einer Herrschaft betraut, die schwieriger nicht hätte sein können.

Meinen Beitrag zur Kindheit von Kaiser Franz Joseph (Teil 1) könnt ihr hier nachlesen.

Foto: Wikimedia/Commons
Maximilian Karl Lamoral Graf O’Donell von Tyrconell, 1853

Damit wenden wir uns vom Jahr 1848 ab und gehen weiter ins Jahr 1853.

Am 18.2.1853 fand ein Attentatsversuch statt, der noch Jahre nachhallen und viele neue Wege bereiten sollte.

Kaiser Franz Joseph ging, wie jeden Tag zu Mittag an der Kärntner Bastei spazieren.

Wie damals üblich begleitete ihn einzig sein Flügeladjutant Maximilian Karl Lamoral Graf O’Donell von Tyrconell (*29.10.1812, †14.10.1895).

Vom Basteiwall aus, wollte der Kaiser den exerzierenden Truppen zusehen, als er plötzlich von hinten, von einem jungen Mann angesprungen wurde. Dieser versuchte ihm ein Messer ins Genick zu stechen.

Was dann wirklich geschah, ist heute kaum noch richtig zu rekonstruieren, aber in den vielen Geschichtsbüchern wurde überliefert, dass eine Frau, die von einem Fenster die Szene beobachtete, laut aufgeschrien hatte und sich deshalb Franz Joseph umdrehte.

Deshalb verfehlte der Attentäter sein Ziel.

Stattdessen erwischte er nur den Uniformkragen. Von der Schnalle auf der Halsbinde glitt die Klinge erneut ab und traf den Kaiser in den Hals.

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Lajos Kossuth de Kossuth et Udvard
Lithographie August Prinzhofer, 1848

Dabei rief er laut:

„Eljen Kossuth“. (Es lebe Kossuth).

Lajos Kossuth de Kossuth et Udvard (*19.9.1802, †20.3.1894) war ein Revolutionär, der 1849 die ungarische Republik ausrief und vom Exil aus die Loslösung Ungarns von Österreich propagierte.

Als der Attentäter nochmals zustechen wollte, zog O’Donell sofort seinen Säbel. O’Donell wurde bei dem folgenden Gerangel an der Hand verletzt, als er den Täter zu Boden werfen wollte und dabei vom Messer getroffen wurde.

In dem Augenblick als der Täter am Boden lag, kam der ehemalige Fleischhauer und Privatier Josef Ettenreich vorbei und half O’Donell, in dem er den Täter mit den Fäusten schlug und ihn niederhielt.

Kaiser Franz Josef schrie auf:

„Schlagen Sie ihn nicht, man soll ihn arretieren.“

Foto: Wien Museum Karlsplatz
Attentatsversuch 18.2.1853 v.l.n.r.: Graf O’Donell, Kaiser Franz Joseph, János Libenyi, Josef Ettenreich Gemälde: J.J.Reiner, 1853

Der Kaiser, der kaum verletzt schien, aber stark blutete, beruhigte die versammelten Leute mit den Worten:

„Beruhigt euch, es ist nichts! Ich trage nur das Schicksal meiner braven Soldaten in Mailand.“ (1)

Der Kaiser spielte auf den Verlust der 12 österreichischen Soldaten beim Aufstand in Mailand an, welcher am 6.2.1853 stattfand.

Mittlerweile konnte der Attentäter abgeführt werden. Es handelte sich dabei um János Libényi, welcher im Dezember 1831 in Csákvár, Ungarn geboren wurde. Über seine Kindheit ist mir leider – auch nach der intensivsten Recherche – nichts in die Hände gefallen. In den schwierigen Revolutionsjahren 1848/49 war er Militärschneider für die Aufständischen. Ab 1851 lebte er als Schneider in Wien.

Foto: Wikimedia/Commons
Freiherr Joseph Wattmann von Maëlcamp-Beaulieu
Lithographie Joseph Kriehuber 1844
Foto: Österreichische Nationalbibliothek
Dr. Johann Nepomuk Seeburger

Derweil wurde Kaiser Franz Joseph ins Albrechtspalais gebracht, wo er von den eilig herbeigerufenen Ärzten, dem pensionierten Chirurgen von Kaiser Franz II/I Freiherr Joseph Wattmann von Maëlcamp-Beaulieu (*6.3.1789, †14.9.1866) und dem kaiserlichen Leibarzt Freiherr Johann Nepomuk Seeburger (*29.4.1800, †7.5.1870) die beide die Wunde untersuchten.

Da Graf O’Donell leicht hysterisch meinte, die Klinge könnte vergiftet worden sein, saugte Seeburger die Wunde aus.

Diese war 2,54 cm lang und klaffte stark auseinander. Sie blutete heftig, war aber nicht allzu tief. Während alle anderen den Schrecken nur sehr schwer verarbeiteten, war Kaiser Franz Joseph putzmunter.

Als Erzherzog Ferdinand Maximilian im Albrechtspalais ankam, fand er einen kaltblütig wirkenden Kaiser vor.

„Es ist gar nichts … daß nur meine Mutter nichts davon erfährt.“ (2)

Bei der Tatwaffe handelte es sich um ein gewöhnliches Küchenmesser, dem Libényi eine doppelte Klinge geschliffen hatte. 14 Tage saß er täglich auf der selben Bank, um den Kaiser bei seinem Spaziergang zu beobachten. Eine Verschwörung und Mittäterschaft mehrerer Personen konnte nie nachgewiesen werden.

Foto: mythoskaiserinelisabeth.com – Petra
Tatwaffe vom Attentatsversuch auf Kaiser Franz Joseph, 18.2.1853, Ausstellung 2016, 100 Jahre Kaiser Franz Joseph – Hofmobiliendepot Wien

Der wahre Grund ist bis heute ungeklärt und wird auch nicht mehr eruiert werden können. Folgendes konnte ich in verschiedenen Büchern herausfinden:

Gabriele Praschl-Bichler beschrieb in ihrem Buch „Kaiser Franz Joseph ganz privat „Sie haben’s gut, Sie können ins Kaffeehaus gehen“, folgende Geschichte, die ich im ganzen Wortlaut wiedergebe:

Eine andere Liebesgeschichte steht in Zusammenhang mit dem am 18.Februar 1853 auf Kaiser Franz Joseph verübten Attentat, als der Schneidergeselle János Libényi aus der Wiener Leopoldstadt ein 41,5 Zentimeter langes, beidseitig geschliffenes Messer gegen den Monarchen führte. Lauf offizieller Aussage hieß es, er sei ungarisher Anarchist gewesen, der sich den Kaiser als prominentes Opfer erwählt hatte. Gemäß der Meinung einier anderer Zeitgenossen hätte hinter diesem Anschlag ein Racheakt gesteckt, der auf eine Liebschaft zwichen dem jungen Kaiser und einer Ungarin zurückzuführen war die ein Familien angehöriger „ins Reine“ bringen sollte.

Monate vor dem Attentat war Kaiser Franz Joseph während eines Praterbesuchs ein Mädchen aufgefallen, das vor einer Schaubude stand und die neugierigen Blicke des jungen Monarchen heftig erwiderte. Um ihn noch mehr für sich zu interessieren, brachte es ihm eine temperamentvolle Csardas-Einlage dar. Der Kaiser erfuhr, daß es eine Nichte der Budenbesitzerin, einer gewissen Frau Danzinger, war, Margit Libényi hiße und aus dem ungarischen Dorf Czakvar stamme. Im Laufe einer folgenden Bekanntschaft soll ihr Kaiser Franz Joseph auch eine Ausbildung als Tänzerin bezahlt haben.

Zu jener Zeit hatt einer der Brüder Kaiser Franz Josephs, Erzherzog (Ferdinand) Maximilian, der spätere Kaiser von Mexiko, das Libretto zu einer Oper verfaßt, deren Aufführung der Kaiser aber zu verhindern wußte. Angeblich hätte nun Erzherzog Max Kontakt zu dieser Tänzerin aufgenommen, ihr eine glanzvolle Tanzrolle in der Oper zugesagt für den Fall, daß es ihr gelänge, den Kaiser umzustimmen. Es kamm dann tatsächlich zur Aufführung des Werkes, die Künstlerin erntete mit ihrer Darstellung großen Beifall und wurde am Tag nach der Premiere zum Mitglied des kaiserlichen Balletts ernannt. Sie nahm einen Künstlernamen an und tanzte fortan unter dem Pseudonym Mizzi Langer.
Der Ruf der Ungarin als Kaiserliebchen war bis in ihr Heimatdorf gedrungen und soll dort viel für Aufruhr unter der Bevölkerung veursacht haben. Die Bitten ihres Bruders, János Libényi, sie möge sich vom Kaiser lossagen, blieben unbeantwortet, und so faßte der „Entehrte“ den Entschluß, die Schuld der Schwester durch ein Attentat auf den Kaiser zu sühnen.
(3)

Nun geht die Geschichte der Historiker auseinander. Während Praschl-Bichler im zitiertem Buch schrieb, dass sich der Kaiser darauf hin von Mizzi Langer trennte und Libényi beim Polizeiverhör den wahren Grund seiner Tat preisgab, so erzählen die restlichen Historiker, dass der Attentäter keinen wirklichen Grund nannte.

Angeblich war er wegen der vielen Hinrichtungen in seinem Land (Ungarn) in den Revolutionsjahren (1848) so aufgebracht gewesen, dass er auf Kaiser Franz Joseph einen unbändigen Hass entwickelt hatte. Er verehrte Kossuth über alle Maße und glaubte, dass dessen Reden die einzig Richtigen wären.

Foto: wien.gv.at
Ubald Tartaruga
(Edmund Otto Ehrenfreund)

Praschl-Bichler behauptete im zitierten Buch weiterhin, dass Franz Joseph, Mizzi und ihre Mutter großzügig mit Geld abgefunden hätte und wollte János begnadigen. Dies verhinderten die Regierungsmitglieder angeblich mit der Drohung eines sofortigen Rücktritts.

Jetzt wird es besonders abstrus, denn 1920 – also 67 Jahre nach dem Attentatsversuch – soll sich der ungarische Kriminalautor Gyula Kemény die Geschichte ausgedacht haben.

1922 – also 69 Jahre nach dem Attentatsversuch (!) – nahm ein Oberpolizeirat und Kriminalschriftsteller die Geschichte von Margit Libényi bzw. Mizzi Langer noch einmal auf. Dieser Oberpolizeirat und Kriminalschriftsteller war Ubald Tartaruga (mit bürgerlichem Namen Edmund Otto Ehrenfreund) (*12.2.1875, †21.11.1941). Er wollte an kein politisches Attentat glauben.

Foto: amazon.de
Gisi Gruber
 

Sämtliche namhafte Historiker sind sich jedoch einig, dass dies Hirngespinste waren, die sich ein paar Leute „ausgedacht“ haben; dennoch geistert der Name Mizzi Langer immer noch durch die Literatur.

Wie nun Kunsthistorikerin Gabriele Praschl-Bichler zu dieser Geschichte kam, kann ich nicht beantworten. Es gibt keine Hinweise und keine Quellen in ihrem Buch. In ihrem Nachwort bedankt sie sich bei Erzherzog Otto, der sich an seine Familiengeschichte erinnert, an dessen Sekretärin und bedankt sich nach Pöcking. Auch andere namhafte Namen werden noch erwähnt. Das Literaturverzeichnis ist das Übliche, dass man in beinahe jedem historischen Buch findet, so auch in meinen Beiträgen.

Gisi Gruber, eine Romanautorin aus den 50er Jahren ließ es sich ebenfalls nicht nehmen und nahm sich dem Thema als Liebesroman an. Ob ein Attentasversuch nun wirklich eine Vorlage für einen Liebesroman ist, mag dahingestellt sein, aber in den 50er Jahren lechtzte man nach dem Kaiserhaus und nach schönen und romantischen Geschichten aus diesem Haus => siehe „Sissi“.
Wer das Buch lesen möchte: Anitquarisch ist es noch immer erhältlich.

Übrigens erzähle ich diese „abstruse“ Geschichte auch im 5ten Teil von „Kaiser Franz Josef und seine Frauen“, die ihr hier nachlesen könnt.

Aber nun zurück zur historischen Geschichte:

Vor seinem Tod nannte Libényi seinen Freund Johann Misits, den man nach seiner Strangulation verständigen sollte.

Am 26.2.1853 wurde er bei der Spinnerin am Kreuz in Favoriten bei Wien (damals noch bei Wien, heute ist Favoriten der 10. Gemeindebezirk) per Galgen hingerichtet.

Und weil die Wiener immer gerne Spottverse dichteten, wurde auch eines auf den Tod des Schneiders gedichtet.

Der Ort „Simmeringer Had“ ist allerdings eine Mär. Libényi wurde eindeutig bei der „Spinnerin am Kreuz“ stranguliert, da damals dort der Galgen stand und in unmittelbarer Nähe die Leichen verscharrt wurden.

Die zweite Zeile zeigte, dass der Kaiser beim Volk noch nicht sehr beliebt war.

Auf der Simmeringer Had', hat's an Schneider verwaht
es g'schicht ihm schon recht, warum sticht er so schlecht.
Auf der Simmeringer Had', hat's an Schneider verwaht
mit der Nadel samt dem Öhr, samt dem Zwirn und der Scher'.
Auf der Simmeringer Had', hat's an Schneider verwaht
allen sei es a Lehr, er lebt nimmermehr
Und Leut'ln hurcht's auf, der Wind hört schon auf,
gang er allerweil so furt, wa ka Schneider mehr durt.

Im übrigen ist das Wiener Mundart. Es zu übersetzen, würde den Wiener Charme zerstören; aber ein paar Worte „übersetze“ ich:
verwaht = veraltet für aufgehängt
g’schicht = geschieht
hurcht’s = aufhorchen

Johann Misits ereilte ein böses Schicksal.

Ob er wirklich an der Verschwörung zur Tat beteiligt war, konnte ich leider nicht herausfinden.

18 weitere Schneidergesellen wurden verhaftet.

Misits wurde zu 20 Jahren Schanzarbeit (schwere Erdarbeiten mit Spaten) in schwerem Eisen verurteilt.

Während der eine starb und der andere vielleicht für eine Tat verurteilt wurde, die er nicht beging, wurden zwei andere gehuldigt und verehrt und der Dritte vergessen.

Foto: Wikimedia/Commons
Johann Baptist Strauss (Johann Strauss „Sohn“),
Lithographie: Josef Kriehuber, 1853

Franz Joseph wurde von vielen Seiten zu seiner Tapferkeit belobigt. Viele Glückwünsche trafen in der Wiener Hofburg ein. Papst Pius IX sendete eine Reliquie des heiligen Petrus, die noch heute in der Schatzkammer bewundert werden kann.

Johann Strauß Sohn komponierte den „Kaiser Franz Joseph I.-Rettungs-Jubelmarsch (Op. 126)“ (3). Nach dem sich der Kaiser von seiner Verletzung erholt hatte (er litt unter Fieber und hatte ein eingeschränktes Sehvermögen).

Da er erstmals am 12.3.1853 wieder ausfahren konnte, bekam er viele Ovationen von den Menschen, die sich auf den Straßen versammelt hatten. Generell hatte sich die Beliebtheit des Kaisers durch diesen Vorfall erhöht.

Nur in Italien und Ungarn ärgerte man sich, dass der Schneider nicht besser getroffen hatte.

Eine Schmähschrift:

 

„Lieber Franz I. Luder und Schelm! Es tut mir Leid vernommen zu haben, daß das schöne Attentat gegen Euch am 18. Februar zunichte geworden ist, denn wäre es gelungen, hätte man in Padua große Freude gehabt, weil ein Barbar weniger auf der Welt wäre, der Italien, den Garten Gottes tyrannisiert.“ (4)

Vergessen hingegen wurde der Flügeladjuant Graf O’Donell. Auch wenn ihm Dankschreiben ereilten und er (und Ettenreich) eine Büste am Heldenberg bekam(en), wurde er nicht so gehuldigt wie Josef Ettenreich.

O’Donell zog sich daraufhin in sein Privatleben zurück. Er war allerdings der einzige, der sich im Mirabellgarten (Salzburg) eine Villa bauen durfte. Dort wohnte er bis zu seinem Lebensende. Sein Grab wurde leider mittlerweile aufgelassen und die seine Villa ist heute eine Galerie.

Mehr dazu erzähle ich in meinem Video:

Video: mythoskaiserinelisabeth.com – Petra

Josef Christian Ettenreich (*25.8.1800, †4.2.1875) wurde am 20.2.1853 mit dem Franz Joseph-Orden ausgezeichnet.

Weiters wurde er am 23.4.1853 in den Adelsstand erhoben und hieß ab sofort Josef Ritter von Ettenreich.

Am 25.4.1853 bekam er noch die Salvatormedaille der Stadt Wien verliehen.

Zeit seines Lebens war Franz Joseph dem Fleischhauer für sein Einschreiten dankbar. Als Ettenreich schließlich 1875 starb, bekam er im 10. Wiener Gemeindebezirk seine eigene Gasse, die "Ettenreichgasse".

Foto: wien.gv.at/norahiltl
Nora Hiltl (1954)

Die Zuneigung ging so weit, dass Ettenreichs Tochter Barbara (*18.1.1830, †7.1.1908) als sie Robert Neumann von Spallart heiratete, der Adelstitel „Ritter“ auf den Schwiegersohn übertragen wurde, womit der Name „Ritter Neumann-Ettenreich“ gegründet wurde und einige berühmte Personen hervorbrachte.

Enkel Robert wurde „ständiger Berichterstatter des österreichischen Verfassungsgerichtshofes“, Ur-Enkel Robert wurde Physiker und Ur-Ur-Enkelin Nora Hiltl (*21.6.1905, †2.1.1979) war eine berühmte Politikerin.

Foto: Wikimedia/Commons
Heinrich Freiherr von Ferstel
Lithographie A. Schubert 1880

Zu guter Letzt und zur Erinnerung an das Überleben von Kaiser Franz Joseph, erwirkte sein Bruder Erzherzog Ferdinand Maximilian, dass eine Kathedrale errichtet werden sollte.

Er rief zu einem Spendenaufruf auf, dem 300.000 Bürger folgten. 

Heinrich Freiherr von Ferstel (*7.7.1828, †14.7.1883) der damals mitten in den Bauarbeiten zum Bank- und Börsengebäude (das heutige Palais Ferstl) steckte, wurde mit den Bauarbeiten zur Votivkirche beauftragt.

Ferstl, der einer der besten Architekten seiner Zeit war, hinterließ uns so wunderbare Bauten wie zB das eben erwähnte Palais Ferstl (früher das Gebäude der österreichischen-ungarischen Nationalbank), die Wiener Börse, das Palais Wertheim, das Museum für Angewandte Kunst, das Palazzo del Lloyd (Triest) und das Hauptgebäude der Universität Wien.

Foto: ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Grundsteinlegung Votivkirche. Kolorierte Lithographie F. Kollarz. 1856

Am 24.4.1856 wurde unter dem Beisein von Kaiser Franz Joseph, Kardinal Rauscher und 80 Bischöfen und Erzbischöfen der Grundstein gelegt.

Foto: Wikimedia/Commons
Silberne Hochzeit, Kaiserin Elisabeth, 24.4.1879
Bild: Georg Raab
23 Jahre sollte der Bau dauern. Am 24.4.1879, zum 25. Hochzeitstag von Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth wurde sie eingeweiht.

Der Beitrag zur Hochzeit kann hier nachgelesen werden.

Fotorechte:
1. Zeile: von links nach rechts
ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung, Oscar Kramer 1865
2. Zeile von links nach rechts
Bwag/Commons Wilhelm Burger 1880, Bwag/Commons Innenansicht

Der Platz, auf dem die Kirche steht, wurde Maximilianplatz genannt. Zur Erinnerung an den 1869 ermordeten Bruder Kaiser Maximilian von Mexiko.

Ein Attentatsversuch mit großen Folgen für die beteiligten Personen, aber auch für Wien – denn ohne diesem hätte es die Votivkirche nicht gegeben.

– Petra –


Rechtliche Hinweise:

Textrechte: Petra
Bildrechte: mapio.com, viennatouristguide.at, wien.gv.at, Bwag/Commons, ÖNB, Reinmichl, Alex.ryazantsev, mythoskaiserinelisabeth.com – Petra, ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung


Literatur Hinweise:

1 – S 98, 2 – S 99, 3 – S 103, 4 – S 103
Michaela und Karl Vocelka
Franz Joseph I Kaiser von Österreich und König von Ungarn
C.H.Beck Verlag, 2015, 1. Auflage

Geschichte Magazin
Kaiser Franz Joseph I.
Verlag Die Presse, 2016 (nur noch antiquarisch erhältlich)

3 – S 162-164
Gabriele Praschl-Bichler
„Kaiser Franz Joseph ganz privat
„Sie haben’s gut, Sie können ins Kaffeehaus gehen“
Amalthea Verlag, 3. Auflage, 2005 (nur noch antiquarisch erhältlich)