Herzlich Willkommen
Liebe Leserin! Lieber Leser!
Bevor die Erklärung folgt, wie dieser Blog hier aufgebaut ist, möchte ich gerne an euch ein offenes Wort richten. Ich hoffe, dass ich Sie, liebe:r Leser:in mit „Du“ ansprechen darf, es macht im Internet einfach alles so viel einfacher…
Vorwort:
Es war einmal…
So fangen viele Märchen an. Doch oft, auch wenn die Hauptdarstellerin wie eine Märchenfee aussah, war das Leben alles andere als märchenhaft.
Es gibt eine Person aus dem 19. Jahrhundert, die Menschen auf der ganzen Welt bis heute fasziniert und die uns bis heute nicht loslässt.
Elisabeth Amalie Eugenie Herzogin in Bayern. Sie wurde zur Märchenfee einer ganzen Generation. Sissi, wie man die 3teilige Serie mit Romy Schneider nannte, fasziniert bis heute. Doch schon Romy Schneider empfand die Rolle als erdrückend, vernichtend und kaum aushaltbar. Sie konnte die Faszination, die sie in der Rolle „Sissi“ ausstrahlte nicht verstehen.
Doch nicht nur an der Schauspielerin pappt diese Filmfigur wie Grießbrei, sondern auch an der realen Person.
Kaiserin Elisabeth, ausdrücklich nur von ihrem innersten Kreis „Sisi“ genannt, wurde zum Mythos. Einem falschen Mythos wohlgemerkt.
Es gab nie eine Sissi, eine Lisi oder eine Sissy. Alles Lügen und viele Missinterpretationen die man ihr aufgezwungen hat.
So wie den Fächer, den sie sich vors Gesicht gehalten hat, ihre angeblichen Affären mit Männern und Frauen, ihre schlechten Zähne und die Anrede Prinzessin.
Viele Historiker, Psychologen und auch Pathologen des 20. und 21. Jahrhunderts nennen sie eine Narzisstin, abgebrüht, eine Egomanin, eine Egoistin, eine Egozentrikerin, sie sei arrogant gewesen, sie habe ihre Dienstboten verprügelt, sie habe Kaiser Franz Joseph ausgenommen, hat aus ihm einen „kleinen Mann“ gemacht. Sisi hatte, Sisi nahm, Sisi sei…
Die Liste der Anschuldigung an die ehemalige Kaiserin, welche in Serien, Filmen, Büchern und Magazinen nur noch respektlos „Sisi“ genannt wird, ist lang und länger.
Jede Vermarktung weiß mehr über die Person, die sie weder verstehen, noch verstehen wollen. Es fängt schon damit an, dass – auch Historiker – das 19. Jahrhudert nicht verstehen oder verstehen wollen.
1000 und mehr Possen gibt es. Eine davon haarsträubender, als die andere. Doch was einmal in den Köpfen, vor allem auch durch unzählige falsche Filme, Serien und Bücher, in den Menschen drinnen ist, lässt sich kaum noch entfernen.
Filme, deutsche Serien und ein amerikanischer Stream-Konzern beschäftigen sich mit dem Leben und verfälschen wo es nur geht. Kein einziger Film, keine einzige Serie, kein einziger Streamingdienst hat jemals das wirklich interessante und wahre Leben verfilmt. Man nennt es Kunst und möchte das reale Leben nicht verfilmen, obwohl dieses 1000x interessanter wäre, als all die erfundenen Geschichten.
Mir wird immer wieder vorgeworfen, ich verherrliche sie und würde die „schlechte Person die sie war, nicht sehen wollen“. Mitnichten. Ich weiß um ihren Charakter und ich begab mich schon auf viele Spuren und bin dabei schon auf so manch falsche und fragwürdige Anschuldigung gestoßen, um gegen den merkwürdigen Mythos entgegenzutreten: mit Fakten, Logik und intensiver Recherche. Wenn das Verherrlichung ist, dann bitte…
Doch warum fasziniert Kaiserin Elisabeth, die oftmals in Büchern nur noch „Sisi“ oder „Kaiserin Sisi“ genannt wird, bis heute?
War sie doch eine Märchenfee?
Sie sah aus wie aus dem Märchen entsprungen. Die schönste Frau ihrer Zeit, die Eleganteste weit und breit, die umtriebigste Person im Kaiserreich.
Viele Mythen wurden ihr angedichtet. Viel Unwahres geschrieben. Ein Trauerspiel nach dem anderen.
Bis heute nennen Historiker sie „Prinzessin“, obwohl die Wittelsbacher Forschung schon lange herausgefunden hat, dass sie den Titel nie innehatte. Naturgemäß hatte man sie im 19. Jahrhundert so betitelt, da sie aus einem Herzogshaus kam.
Doch König Ludwig I, immerhin der Halbbruder der ehrgeizigen Mutter Herzogin Ludovika, die von Geburt an eine Prinzessin von Bayern war, verbot knapp vor ihrer Hochzeit mit Herzog Max die Anrede „Prinz“ und „Prinzessin“ für die Nachkommen und „königliche Hoheit“ für Schwester und Schwager. Ihr ganzes Leben litt Ludovika unter der Herabwürdigung ihrer Herkunft und zur Herzogin degradiert worden zu sein.
Erst 1848 erlaubte König Ludwig I die Anrede „königliche Hoheit“, nicht aber die Anrede „Prinz“ oder „Prinzessin“. Somit wurde aus der knapp 11jährigen „königliche Hoheit Elisabeth Herzogin in Bayern“. Wenn man bedenkt, dass sie 5 Jahre später verlobt und knapp 5,5 Jahre später verheiratet wurde, ein Hohn. Und genau dieser Hohn und Spott verfolgte sie ein Leben lang am Wiener Hof.
300 Adelige mit dem höchsten Stammbaum hatten am Wiener Hof Zugang und dann kam eine „in Bayern“ ins Haus und musste plötzlich „Kaiserin“ genannt und mit „Eure Majestät“ angesprochen werden. Der Hass war vorprogrammiert.
Warum man in Besuchsbüchern zB von Innsbruck die Namen „Prinz Gackel (Carl Theodor „Gackel“ Herzogin in Bayern, Bruder) lesen kann, bleibt ein Rätsel. Doch oftmals findet man auch die Einträge „von Wittelsbach“. Schon im 19. Jahrhundert entstanden Mythen.
Warum man im 1898 erschienen internen Büchern, von Kaiser Franz Joseph angeordnet, lesen kann „Elisabeth Prinzessin in Bayern“? Auch dies ist ein Rätsel, welches sich nicht mehr lösen lässt. Wahrscheinlich nahm man einfach an, dass ein Kaiser von Gottes Gnaden eine Prinzessin ehelichen musste, anstatt nur eine Herzogin.
Aber genau diese Dinge „wahrscheinlich“ „eventuell“ und „nicht mehr herauszufinden“ nehmen Historiker oftmals persönlich. Und so schmücken sie aus, erfinden Geschichten, die nie stattfanden und vermarkten diese hochpreisig und schon lässt es sich auf Kosten der Kaiserin gut leben. Denn je Aufmerkskeitsheischend der Titel, desto höher die Verkaufszahlen. Ob der Inhalt dann stimmt, sei dahingestellt und ob damit eine Tote in Verruf gerät, die man eh schon nicht leiden kann, ist nochmals ein anderes Kapitel.
Und mittlerweile nehmen die ganzen Mythen, Beleidigungen, falsche Interpretationen, Diagnosen, welche von Ärzt:innen im 20./21. Jahrhundert gestellt wurden, durch das Internet Ausmaße an, die kaum zu erahnen waren: Pinterest, Facebook, Instagram, TikTok. Entweder sie wird verherrlicht oder es werden mit „Wikipedia & Google-Suche“ Unwahrheiten gesucht und diese blinkend und leuchtend in sogenannte Reels an die Follower verteilt. Wer mehr blinkt und mehr auffällt, wer mit KIs Video generiert, in welchem sich die Kaiserin dreht, geht, lächelt und aus dem „Bild“ geht, bekommt die Klicks. Und auch hier: es stimmt kaum etwas, was von so manchen Herrschaften geteilt wird, denn zB bewegte Bilder gab es von Kaiserin Elisabeth nie. Dazu ist sie viel zu früh verstorben.
Ein Bild, dass in den 1980er Jahren fälschlicherweise „Kaiserin Elisabeth mit kurzen Haaren“ zeigt, geistert bis heute auf Pinterest mit falschem Text herum. Schon immer konnten einige Historiker den Tatbestand, dass dies nicht die Kaiserin sei, aufklären.
Wer die Kaiserin nicht darin erkennen konnte, meinte plötzlich ihre Friseurin Fanny Angerer zu sehen. Doch seit 2015 ist das Rätsel endgültig gelöst, doch niemand interessiert sich für die Wahrheit. Niemand geringer als die beinahe erblindete ehemalige Vorleserin Ida Gräfin von Ferenczy sitzt im Hintergrund, mit hochgestecktem grauem Haar und im Vordergrund, die Dame mit den „kurzen Haaren“ war ihre Sekretärin, die ihre Post und Korrespondenz für Ida erledigte. Die Bilder rundherum, die nur zum wenigen Teil die Kaiserin zeigen, in der Fälschung aber überall eingebunden wurde, zeigen Verwandte und Wegbegleiter der ehemaligen intimen Freundin. Außerdem sind die Fenster das größte Indiz. Das sind keine Hofburg-Fenster und somit wurde das Foto nicht in der ehemaligen Dienstboten-Wohnung aufgenommen. Ida musste nach dem Tod ihrer Arbeitgeberin die Hofburg als baldigst verlassen und fand im 3. Wiener Gemeindebezirk, in der Reisnerstraße eine Eigentumswohnung. Und genau in dieser wurde in den frühen 1920er Jahren das Foto aufgenommen. Da war Elisabeth bereits seit über 20 Jahren in der Kapuzinergruft.
Für die Verschwörungstheoretiker:innen und „Hobby-Elisabeth-Forscher:innen“ steht allerdings fest, dass dies die Kaiserin sei. Auch wenn das Bild zu einem Zeitpunkt entstanden ist, als Ihre Majestät bereits lange Jahre tot war. Aber so ist das heute. Jeder weiß alles besser und das ist auch jeder bereit lautstark kundzutun.
Kaiserin Elisabeth, die wie bereits erwähnt, oftmals nur noch „Kaiserin Sisi“ genannt wird, ist heute ein Marketinggenie. Auch ohne, dass sie am Leben ist, wird ihr Name, ihr Gesicht, ihr Leben verkauft. Der Name „Sisi“ wurde erst lange nach ihrem Tod bekannt. Dieser stand nur den engsten Vertrauten zu. Also Kaiser Franz Joseph, ihren Geschwistern, ihren Eltern, ihren engsten Freunden.
Doch aus „Marketinggründen“ haben sich viele Historiker:innen entschlossen ganze Bücher, Zeitschriften und Serien so zu benennen. Ein Unding wenn man bedenkt, dass Seine Majestät niemals „Franzi“, „Kaiser Franzi“ oder „Kaiser Franzi-Pepi“ genannt wird. Warum also fehlt heute den meisten Menschen der Respekt Ihre Majestät mit „Kaiserin Elisabeth“ zu betiteln.
Weil so vieles einfacher geworden ist. Weil jeder glaubt, alles bereits über sie zu wissen, sie zu kennen und viele sehen sie als „beste Freundin“ oder als Geldmittel an. Wenn „Sisi“ draufsteht, verkauft es sich automatisch…
Ihr fragt euch nun wahrscheinlich, was das alles zu bedeuten hat? Ich sage es euch: ich habe lange Jahre intensiv recherchiert und recherchiere immer noch. Und ich habe eine ganz andere Kaiserin gefunden, eine mit vielen Interessen, mit vielen aufgezwungenen Regeln und Konformen, mit Verständnis, eine liebende Mutter, welche nie oder kaum eine Chance bekam. Eine Frau, die so ganz anders war, als angenommen. Eine Frau, mit Liebe im Herzen, mit Sehnsüchten, mit Freud und Leid, mit Trauer, mit Fehlern und Macken eines Menschen!
Bücher über die Familie Habsburg oder über „Kaiserin Sisi“ gibt es mittlerweile in den gängisten Sprachen: deutsch, englisch, italienisch, französisch, spanisch.
Und genau in diesen Büchern sind Hunderte von Namen immer wieder zu lesen: Gräfin Ida Ferency, Fanny Angerer, Gräfin Marie Festetics, Gräfin Lily Hunady, Ferenc Deák, Obersthofmeister Franz Nopcsa, Nora Fugger, Ludwig Salvator, Gackel, Spatz, Mapperl u.v.m.
Jetzt kommt das große Fragezeichen, oder? Wer waren diese Personen allesamt. Oft wird es nur in einem Satz schnell erklärt und im Personenverzeichnis aufgelistet.
Dass diese Menschen aber all ihre eigene Biografie haben und oft lange Wegbegleiter der Kaiserin waren, wissen die Wenigsten.
Wisst ihr alle Geschwister von Kaiserin Elisabeth auswendig, samt deren Ehemänner/frauen und wie viele Kinder z.B. Carl Theodor „Gackel“ Herzog in Bayern hatte? Oder warum Marie Königin von Neapel 10 Jahre lang nicht defloriert werden konnte?
Jetzt kommen wir zu meinem Blog.
Ich forsche seit mehr als 8 Jahren intensiv und habe (derzeit) 380 Personen zusammengetragen, die alle in irgendeiner Weise mit dem Kaiserhaus verbunden waren oder in einer anderen Weise Kaiserin Elisabeth geprägt haben.
Ich habe die Biografien jener Personen geschrieben, die entweder mit Kaiserin Elisabeth und/oder Kaiser Franz Joseph verwandt, befreundet oder ihre Wege begleitet haben und gebe jenen eine Stimme, die heute vergessen sind.
Wegbegleiter, Freunde und (auch weitschichtige) Verwandte Ihrer Majestät werden oft nur schnell abgehandelt oder es gibt wiederum eigene Biografien, wenn sie wichtig genug waren, was wenig der Fall ist.
380 Personen habe ich im Laufe meiner Jahre recherchiert. Die Familie Habsburg und in Wittelsbach war sehr umtriebig. Zum Teil gab es 5 – 12 Kinder. Beinahe alle davon verehelicht, beinahe alle davon zeugten wieder Kinder. Es hätte also jedwede Dimension gesprengt. So musste ich mich auf die Interessantesten, intensivsten Freundschaften, angenehme und weniger angenehme Wegbegleiter und zum Teil weitschichtige Verwandte einschränken, damit ihr euch ein Bild dieser Menschen machen könnt.
In diesem Sinne wünsche ich euch viel Freude beim Lesen, Entdecken, Schmökern und Staunen.
Eure
Petra Schimbäck
Enns, 22.1.2026
PS: Die Personen werden natürlich erst nach und nach eingestellt, weshalb die Liste derzeit noch nicht vollständig ist. Bei einigen Personen werdet ihr „Kurzbericht: weitere Recherchen folgen“ lesen. Diese werden immer wieder erweitert. Immer wieder zu kommen, lohnt natürlich!
Erklärung zu den Kategorien (rechts stehend):
Die Beiträge sind nach Personen bzw. deren Abstammung geordnet.
Diese sind zusätzlich unter den Kategorien:
► Habsburg-Chronik
► Wittelsbach-Chronik
► Wegbegleiter & Freunde
zu finden.
Unter den Kategorien
⬧ Kaiserin Elisabeth
⬧ Kaiser Franz Joseph
⬧ Kronprinz Rudolf
sind jene Beiträge zu lesen, die diese beiden Personen betreffen.
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