Erzherzogin Elisabeth Marie „Erzsi“

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Elisabeth Marie Fürstin zu Windisch-Graetz „Erzsi“

Elisabeth Marie Henriette Stephanie Gisela Erzherzogin von Österreich, bekannt als Elisabeth Petznek wurde am 2.9.1883 in Schloss Laxenburg geboren. 

Ihr Vater war Kronprinz Rudolf. Ihre Mutter Stephanie Prinzessin von Belgien. 

Kronprinz Rudolf war der einzige Sohn von Kaiserin Elisabeth und Kaiser Franz Joseph. Sie war somit die Enkelin der beiden, zu dem war Kaiserin Elisabeth ihre Taufpatin. 

Elisabeth, welche nur „Erzsi“ (ungarische Koseform für Elisabeth) genannt wurde, war das einzige Kind des Paares, da Stephanie durch Rudolf unfruchtbar wurde.

Schon ihre Kindheit verlief turbulent. Vom Vater verhätschelt und verwöhnt, von der Mutter zwar geliebt, aber dennoch distanziert, wuchs sie hauptsächlich in der Hofburg und in Laxenburg auf. 

Stephanie wurde in ihrer Kindheit massiv missbraucht, weshalb es ihr schwer fiel, Liebe zu zeigen oder weiterzugeben. Rudolf hasste seine Frau immer mehr und gab sich den Soubretten hin. 

Erzsi liebte ihren Vater über alles und himmelte und betete ihn an, weshalb für die 5jährige die Welt zusammenbrach, als dieser sich in Mayerling das Leben nahm und als Mörder seiner Geliebten Mary Vetsera galt. 

Von jeher die Lieblingsenkelin von Kaiser Franz Joseph verhätschelte der sie weiter und nahm sich ihrer an, als ihre Mutter Wien verließ und jahrelang auf Reisen ging, um den Tratsch und Makel, der nun an ihr haftete zu entgehen. Ihre kleine Tochter nahm sie nicht mit. 

Auch Kaiserin Elisabeth vergaß ihre Enkelin und stürzte sich in Selbstmitleid und floh ab sofort noch mehr aus Wien und ging jahrelang auf Reisen und kam kaum noch zurück.

So wuchs Erzsi unter der Obhut des alternden Großvaters, mit Erzieherinnen, Hofdamen und Hauslehrern auf, die ihre liebe Not mit der sehr eigensinnigen jungen Dame hatten. Erzsi zeigte schon in jungen Jahren ihren eigenen Kopf, ihr Durchsetzungsvermögen und ihre Art Dinge anzupacken oder ihren Großvater gegen andere einzusetzen. Das Spiel spielte sie als Erwachsene bis zur Perfektion und stieß später viele vor den Kopf. 

Als sie zur einer jungen, sehr schönen Frau herangereift war, drehten sich bald alle Männer nach ihr um. Erzsi war 1,85 m groß gewachsen, sehr schlank, hatte rotblonde Haare und galt als unglaubliche Schönheit. Ihr Charakter war aber leider das genaue Gegenteil. Sie war despotisch, herrschsüchtig, eigensinnig, rachsüchtig, machte ihren Kindern das Leben zur Hölle, ging über Leichen, nur um ihren Vorteil zu erlangen und war von Natur aus schwer Eifersüchtig, bis hin zum völligen Kontrollverlust und Raserei. Kurz und gut, sie hatte keinen Funken Anstand in ihrem Leib. Ihre Dienerschaft behandelte sie wie Leibeigene, die es ihr auf ihre Weise dankten, doch dazu später.

Zur Mutter Stephanie hielt sie beinahe Zeit ihres Lebens nur noch schriftlichen Kontakt. Als diese ihre Biografie „Ich sollte Kaiserin werden“ veröffentlichte, ließ Elisabeth die Verbreitung gerichtlich verbieten, weshalb es kaum Exemplare davon gibt. 

Als diese dann noch 1900 morgantisch heiratete, verbat sich Erzsi jeden Kontakt und beschimpfte ihre Mutter als unwürdig. Zeitgleich lernte sie selbst aber den ihr nicht standeswürdigen Otto Prinz zu Windisch-Graetz kennen und verliebte sich.

Kronprinz Wilhelm von Preußen war für die Ehe mit Erzsi vorgesehen. Die Verlobung stand kurz bevor. 

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Otto zu Windisch-Graetz

Doch Erzsi setzte sich wieder einmal bei ihrem Großvater durch. Obwohl sie aus dem Erzhaus ausschied und damit offiziell keine Habsburgerin mehr war, jubilierte sie über den Triumph sich durchgesetzt zu haben. Noch zumindest. Am 23.1.1902 heiratete sie 18jährig den 28jährigen Otto Prinz zu Windisch-Graetz und wurde damit zur Prinzessin zu Windisch-Graetz.

Das Paar zog für eine Weile nach Prag, wo Otto stationiert war. In weiterer Folge bekam Erzsi 4 Kinder: 

  • Franz Josef „Franzi“ 1904 
  • Ernst „Erni“ Weriand 1905 
  • Rudolf „Rudi“, Erzsis Lieblingskind 1907
  • Stephanie „Fee“ 1909

Erzsi kann als liebevolle und fürsorgliche Mutter angesehen werden, solange die Kinder Babys und Kleinkinder waren. Doch sobald ein bisschen Selbstständigkeit begann, waren die Kinder für sie nur noch Mittel zum Zweck und zum anherrschen da. Dies begann etwa mit dem 2ten bis 3ten Lebensjahr. 

Die Ehe des Paares ging gründlich schief. Erzsi steigerte sich oft und gerne in ihre Eifersuchtsanfälle. Obwohl Otto und sie sich an Affären nichts schenkten, war Erzsi es, die ihn bis aufs Blut reizte. 

Auf den Bällen tanzte und flirtete sie mit jedem Mann, wohl wissend, dass sie Otto rasend machte, während Otto es ihr mit den schönsten Frauen des Abends gleich tat.

Während sich aber Otto zu Hause zurückzog, schwoll Elisabeths Leidenschaft jetzt erst an. Sie schrie, tobte und ihre Raserei kannte kaum ein Ende. Oft musste Otto seine Frau vor der Ehre retten und sich duellieren. Er wählte dabei meistens den Degen, da er hier für seine Geschicklichkeit bekannt war. Selten wählte er Säbel und noch seltener die Waffe, da er mit Letzterer nicht so gut umgehen und er nicht wissen konnte, wie schnell sein Gegner war. Erzsi lachte immer nur höhnisch, wenn er wieder nach Hause kam. 

Die Ehe von Otto und Elisabeth war nichts als eine einzige Höhe an Sex, Alkohol, Drogen, Eifersuchtsanfällen und miesen Tricks den Partner bei anderen auszuspielen. 

Es gipfelte darin, dass Erzsi eines Tages auf Ottos schoß, als sich dieser wieder einmal zurückzog und ins Bett legte. Sein Diener ließ ausrichten, dass sich der gnädige Herr Ausruhen möchte, als Erzsi in ihrem grenzenlosen Wahn, die Pistole holte, lud, zurückeilte, den Diener zur Seite stieß und schoss. Die Kugel verfehlte nur knapp das Bett. Sie durchschlug das dicke Holz einer Tür und landete schließlich im Parkettboden. Auch auf die Geliebte ihres Mannes Marie Ziegler (Opernsängerin) soll sie geschossen und sie dabei ebenfalls nur knapp verfehlt haben.

Das Ende einer turbulenten Ehe war damit endgültig entschieden. Obwohl sich Otto klar war, dass er seine Frau hätte zähmen können, war er nicht Manns genug, da er sich der Raserei und der Eifersucht von Elisabeth nicht mehr hingeben wollte. Die Trennung wurde 1911 endgültig ausgesprochen. 

Doch nun wurde es prekär. Seit 1909 (!) schrieb sie heimlich mit einem E.L. Briefe, die von sehr intimer Natur waren. E.L. wusste von all ihren Eheproblemen und von Ottos Affären und gab ihr in vielen Dingen Rat. Ihre Schwiegertochter deckte den Namen jenes Mannes auf, der Elisabeths große Liebe werden sollte. Doch auch hier, war ihr das Schicksal nicht hold.

Während E.L. in seinen Briefen bereits von Liebe sprach, gab es noch einen V.W., welcher mit Erzsi schrieb. Dem vertraute sie Geldprobleme an. Otto habe ihr nach der Trennung den Unterhalt gestrichen und hielte sie knausrig, habe sie dem geheimnisvollen Mann erzählt. V.W. liebte sie ebenso, wie E.L. und auch dieser blieb lange Zeit unidentifiziert. Mit beiden hatte sie gleichzeitig ein Verhältnis, entschied sich aber dann nur für E.L. den sie wirklich und wahrhaftig – zumindest was Elisabeth für Liebe hielt – zu lieben begann. 

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Egon Lerch
Geliebter von Erzsi

Um das Rätsel aufzulösen: V.W. stellte sich als Vincenz Windisch (Graetz?) heraus, der sich später umbrachte. Elisabeth triumphierte, weil sie dachte, es sei aus unerwiderter Liebe zu ihr geschehen und weil er sie nicht haben konnte, habe der schwer Depressive, aber loyale Vincenz sich umgebracht. Später erfuhr sie aber, dass er eine verheiratete Dame liebte, die mit ihrem Mann ins Ausland ging, sich dort trennen wollte, aber schwanger zurückkam. Obwohl Erzsi mit E.L. zusammen war, war sie von Trauer erschlagen. Ob aus Kummer, dass sich Vincenz nun doch nicht wegen ihr umgebracht, oder weil sie tatsächlich einen Freund verloren hatte, konnte ich nicht aus den Briefen herauslesen. 

Zurück zu E.L. Es stellte sich heraus, dass es sich um den weit unter ihrem Stand befindlichen Egon Lerch handelte, geboren am 19.6.1886 in Triest. Er war Leutnant auf einem Linienschiff. Begegnet waren sich die beiden auf einem Fest in Pola (Italien). Zuerst betrieben sie die Affäre heimlich. Doch schon bald pfiff Erzsi wieder einmal auf ihren Stand, auf ihre Herkunft und wer ihr Großvater war und zeigte Egon in aller Öffentlichkeit und bei jeder sich bietenden Gelegenheit.

Der Wiener Hof tobte, die Öffentlichkeit zerriß sich das Maul über Elisabeth, Kaiser Franz Joseph rief seine Enkelin zur Räson, Mutter Stephanie war bestürzt und bat einen Pfarrer die Dämonen die ihre Tochter heimsuchten mögen ihr ausgetrieben werden, Ehemann Otto wurde informiert, der ihr machtlos gegenüberstand. Fürstin zu Windisch-Graetz, machte mit Verlaub, was sie wollte. In dieser Zeit stieß sie ihre Familie, ihre Freunde und ihre Kinder vor den Kopf. 

Egon war ihr wichtiger als alles andere in ihrem Leben, weshalb gerade Otto sich fragte, wie sicher sind noch die Kinder bei Elisabeth? Da sie sich auch nicht gerade in ihren eigenen 4 Wände Freunde gemacht hatte, konnte sie nie sicher sein, welche Verfehlung sofort an Otto geschrieben oder telegraphiert wurde. 

Ihre Hausangestellten hassten sie wie die Pest. Sie behandelte diese Zeit ihres Lebens wie ihre Leibeigenen. Herrisch, despotisch, kein Bitte, kein Danke (im Gegensatz zu ihrem Großvater, der immer um alles bat). Sie galt als unhöflich, grob und abweisend. Die Hausangestellten dankten es ihr mit Illoyalität und Informationen an die Presse, ans Kaiserhaus und – an Otto.

Als der 1. Weltkrieg ausbrach wurde Egon am 21.8.1914 UBoot-Kommandant der U12. Er war zu diesem Zeitpunkt 28 Jahre alt und extrem stolz diesen Posten erreicht zu haben. Erzsi selbst war weniger glücklich, musste sie sich von ihrem Liebhaber trennen. Egon wollte seiner großen Liebe, der Tochter von Kronprinz Rudolf, Enkelin von Kaiser Franz Joseph seine Tapferkeit beweisen. Bevor er auslief, machte er ihr einen Heiratsantrag. Obwohl Erzsi nicht mehr zum Erzhaus angehörte, bekam sie monatlich immer noch eine ordentliche Apanage von ihrem Großvater, mehrere Wertgegenstände und sonstige Vergünstigungen. Elisabeth nahm den Heiratsantrag an. Irgendwie würde sie die Scheidung von Otto schon durchsetzen, dessen war sie sich sicher. 

Erzsi und Egon trafen sich so oft es ging, da dieser eine Zeit lang zu „Übungszwecken“ in Triest lag und dann im Mittelmeerraum eingesetzt wurde. Sie pendelte zwischen Triest und Wien, als ihr zu Jahresbeginn ihr Großvater das verwaiste Schloss Schönau schenkte, welches früher Erzherzog Otto „Bolla“ gehörte. 

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Erzsi mit allen Kindern

Kaiser Franz Joseph erhoffte sich dadurch, dass Elisabeth endlich sesshaft werden, ihren Kindern ein ordentliches Heim bieten, den Garten wieder begrünen lassen und wegen Otto und vor allem Egon zur Vernunft kommen würde. Schloss Schönau nahm sie an, die Vernunft nicht. Sie bat Kaiser Franz Joseph um die Scheidung von Otto, doch dieser lehnte ab.

Inmitten des Umzuges nach Schloss Schönau erhielt sie eine Nachricht, die sie bleich werden ließ. Seit 1914-1915 war sie es gewohnt zwischen Wien bzw. Schönau und Triest hin und herzupendeln. Egon telefonierte so oft es ging mit ihr, sogar zum Teil aus dem UBoot. Im Juni 1915 sah sie ihn das letzte Mal. Als sie im August von ihm nichts mehr hörte, befiel sie eine tiefe Unruhe. Als das Telegramm ankam, setzte sie sich umgehend in den Zug und fuhr nach Triest. Als sie am Bahnhof von einem Offizier erwartet wurde und dort Egons Diener sah, wurde ihr alles bewusst. Der Offizier händigte ihr ein Schreiben aus und ihre gute Kinderstube völlig vergessend, rannte sie los, mietete sich ein Hotelzimmer und schloss sich darin ein. 

Einer der besten Freunde Egons teilte ihr mit, dass die U12 am 7.8.1915 in Saba ausgelaufen sei und seit dem nicht mehr mehr zurückgekommen ist. Am 23.8.1915 strich man die U12 von der Flottenliste. Egon Lerch, die große Liebe ihres Lebens, war am tiefen Meeresgrund. Sie schrie sich die Seele aus dem Leib, wollte Sterben.

Erzsi erstarrte in Trauer, Verbitterung und was folgte, war wieder einmal ein Beispiel was Hass in Menschen bewirken kann. Sie ließ es an Menschen aus, die nichts dafür konnten: an Otto und in weiterer Folge an ihren Kindern, die sie mit Lernen traktierte bis aufs Blut. 

Nach dem Tod ihres Großvaters Kaiser Franz Joseph, bat sie Otto um die Scheidung und nun folgte die Rache von Otto: er lehnte ab.  

Nun begann tatsächlich ein erbitterter Sorgerechtsstreit um die Kinder, denn Otto befand, dass Elisabeth labil sei und die Kinder nicht mehr sicher. Zu seinen Gunsten stand, dass damals die Gerichte dies noch so sahen, dass die Väter die besseren Mütter seien und grundsätzlich den Vätern das Recht zusprachen. 

Als die Kinder 1921 (!) aus Schloss Schönau per Gerichtsbeschluss abgeholt werden sollte, eskalierte die Situation aber völlig. Die Kinder weigerten sich beharrlich und vehement, so dass der Richter, der Gerichtsvollzieher und 22 (!) Gendarmen einschreiten mussten. Die Kinder schrien sich die Kehle aus dem Leib (16, 14, 12 Jahre alt)  Ohne Erfolg. Sie zogen zu Otto um.

Ebenfalls 1921 lernte Elisabeth in Mödling Leopold Petznek kennen. Er war der Lehrer ihrer Kinder. Das Paar verliebte sich und in weiterer Folge war Leopold es, der sie zähmte und aus ihr „die rote Erzherzogin“ machte. Da Leopold bei den Sozialdemokraten Mitglied war und sich politisch engagierte, kam Erzsi mit diesem „Publikum“ in Verbindung und begann umzudenken und half plötzlich der Bevölkerung die in den Notstand geraten war. Im Zuge dieser Arbeit lernte sie sogar den jungen Bruno Kreisky (späterer öst. Bundeskanzler) kennen, der später noch ihre Schönheit und ihr soziales Engagement lobte. 

1924 drehte sich das Blatt für Erzsi und die Kinder kehrten zur despotischen Mutter zurück. Nun waren sie endgültig verstört. Sie waren weinerlich, machten wieder ins Bett, wurden depressiv und zeigten Anzeichen von psychischen Auffälligkeiten. Doch Elisabeth kannte kein Pardon. Sie tat dies alles mit einem herrschenden Ton ab. Die Kinder hatten zu gehorchen, zu parieren, zu lernen, still zusein und wenig zu lachen. Die Kinder waren nun 19, 17 und 15. Die Scheidung verweigerte er dennoch.

1924 ließ sie den Schlossgarten von Schönau für die Anwohner öffnen und trat schließlich 1925 selbst der SPÖ bei. In weiterer Folge half Elisabeth der Bevölkerung über die entbehrungsreichen Jahre des 2. Weltkrieges und half mit allem aus. 

Ihren eigenen Kindern jedoch gönnte sie nichts. Sie nahm nicht einmal an deren Hochzeiten teil und schrieb zum Teil garstige Briefe, wenn einer von ihnen krank wurde (…hast es sicher verdient…; jeder trägt sein Kreuz). 

Elisabeth und ihre Mutter Stephanie hatten sich seit 1925 nicht mehr gesehen. Beide beharrten auf ihrem Recht und keiner gab nach. Stephanie war davon überzeugt, dass Elisabeth von einem Dämon besessen sei. Elisabeth wiederum, gab ihrer Mutter die Schuld, am Tod ihres Vaters. Als Stephanie am 23.8.1945 starb, hatten sich die beiden seit 20 Jahren nicht mehr gesehen. Und doch fanden sich zahlreiche Briefe – teils sehr innige und intime – einer insgesamt sehr eigenartigen und schwierigen Mutter-Tochter-Beziehung. 

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Leopold Petznek
2. Ehemann

1939 musste sie ihren Lieblingssohn Rudi begraben, der bei einem Motorradunfall ums Leben kam. Mit „Sieg Heil“ Parolen stand die Wehrmacht am Grab in Hütteldorf, welches auch das Grab für Erzsi werden sollte. 

1944 musste Elisabeth erneut um das Leben ihres Geliebten bangen. Leopold wurde ins Konzentrationslager Dachau gebracht, überlebte aber das Martyrium. 1945 nach dem Ende des Krieges konnte er lebend daraus befreit werden. 

1948 willigte Otto nun endlich in die Scheidung ein. Er empfand weder Hass, noch Rache gegenüber seiner Frau. Am 4.5.1948 fand nun nach 27 Jahren „wilder Ehe“ die Hochzeit statt. Elisabeth war vielleicht zum ersten Mal in ihrem Leben wirklich angekommen. 

Schönau wurde schließlich aufgegeben und das Paar zog nach Wien zurück, wo sie die Villa Windisch Graetz kauften und umbauen ließen. 

1952 begrub sie ihren Sohn Erni im selben Grab wie Rudi, welcher an einem Herzversagen starb. Vielleicht tat ihr jetzt ihr Brief (….hast es sicher verdient…; jeder trägt sein Kreuz) leid. 

Ab diesem Zeitpunkt verließ sie nicht mehr ihr Zimmer. Sie saß Tag für Tag, Minute für Minute, Stunde für Stunde, in einem großen Fauteuil, eingehüllt in einem großen Mantel aus schwarzen Wollstoff und einen schwarzen Schal, welcher um ihre Schultern geschlungen war. Die Beine waren in dicke Decken gehüllt, um ihr Haupt war ein schwarzer enganliegender Turban gebunden. 

Starkes Rheuma und Migräne begleiteten sie Tag für Tag und kein Medikament konnte ihr Linderung verschaffen. Sie glaubte an Scharlatanerie und zum Teil kamen und gingen komische „Ärzte“. Sie glaubte an Magnetismus, Astrologie, Homöopathie und hatte einen Koffer voller Heilsteine. Auch Morphium und sonstige Opiate fand man in ihrem Arzneikoffer. 

Leopold war ihr in Geduld und Liebe ergeben und gab keinen Mucks von sich. Entweder er saß oder lag neben ihr. Entfernen ohne ihrer Erlaubnis durfte er sich nicht. Ansonsten schrie sie sofort nach ihm und fragte wo er sei und was er mache. Aufopfernd und ohne Klagen ertrug er dies all die Jahre, ohne Widerspruch.

Schon immer war Elisabeth schwierig gewesen. Schon immer hat sich Elisabeth in viele Krankheiten geflüchtet und gewusst, wie sie die Zeit ihres Lebens einzusetzen wusste, wenn sie etwas wollte oder wenn sie despotisch Menschen an sich binden wollte. 

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Erzsi im Alter

1955 zog dann auch endlich die französische Besatzungsmacht ab in deren Viertel das Paar wohnte. Leopold starb schließlich am 27.7.1956 und wieder saß Elisabeth im Rollstuhl am Friedhof. 

Nun blieb Elisabeth nur noch die Einsamkeit. In den Jahren 1957 – 1959 kam die Schwiegertochter von Franzi mit den Kindern jeden Sonntag zum Mittagessen, doch ab 1960 mussten die Besuche eingestellt werden, Erzsi schaffte es nicht mehr. 

Ihre Gärtner mussten ihr tägliche Berichte aus dem Garten abgeben  und ihr erzählen, welche Blumen blühten und welche verblüht waren. Sie selbst konnte ihren Garten, nur noch vom Rollstuhl, vom Balkon im 1. Stock aus sehen. 

Den grausigsten Entschluss fasste sie für ihre geliebten, mehrfach preisgekrönte Schäferhunde Putzi, Libelle und Lido. Obwohl der Tierarzt und alle Personen rund um sie versprachen die Hunde beisammen zulassen und zu übernehmen, herrschte Erzsi den Tierarzt an, dass die Hunde am Tag ihres Todes einzuschläfern seien. Sie wollte, dass ihre Hunde genauso zu sterben, wie sie. Der Tierarzt konnte sich nicht widersetzen. Und so geschah es. 

Elisabeth Petznek starb am 16.3.1963 79jährig in Wien. Sie ruht im Familiengrab Petznek und Windisch – Graetz am Hütteldorfer Friedhof in Wien. 

Lido, Putzi und Libelle wurden tatsächlich eingeschläfert und neben Elisabeth aufgebahrt. Lido lag so, dass Elisabeths Hand ihren toten Körper berührte. Libelle ruhte zu ihren Füßen und Lido lag direkt darunter. Die Hunde waren kaum 8 Jahre alt. 

Das Grab trägt auf Wunsch von Elisabeth keinerlei Inschrift. Das Kreuz gehört nicht zum Grab von Erzsi, sondern einem anderen Grab. Erzsis Grab enthält keinen Stein, keine Inschrift.

Elisabeth erbte von Kronprinz Rudolf, Kaiserin Elisabeth und Kaiser Franz Joseph viele persönliche Gegenstände. Trotz Widerstand von Leopold Petznek vererbte sie das aus reiner Bosheit, Hass und Habgier nicht den verbliebenen Kindern Franz Joseph und Stephanie, sondern der Republik Österreich. 

Am Tag ihres Todes (!) kam die Stadt Wien, holte die unglaublich wertvollen Gegenstände, ohne zuvor eine Inventarliste anzulegen, ohne Beisein eines Notars und ohne einen Sachverständigen ab. 

Als Sohn Franz Joseph aus Kenia nochmals die Villa im Beisein eines Rechtsanwaltes betreten durfte, fehlten bereits alle wertvollen Gegenstände. Er sah diese nie wieder. 

Elisabeth besaß: 

🔷 Spitzenbrautschleier von Kaiserin Elisabeth 

🔷 Orientteppiche von Kronprinz Rudolf, welche er aus seiner Orientreise mitgebracht hat

🔷 Schmuck, welcher von Kaiserin Elisabeth Erzsi geschenkt wurde

🔷 280 Originalbilder von Kaiser Franz Joseph, Kaiserin Elisabeth, Kronprinzessin Stephanie, Kronprinz Rudolf und der gesamten kaiserlichen Familie – und einige Ölbilder 

🔷 die gesamte Privatbibliothek von Kaiserin Elisabeth 

🔷 40teiliges Altwiener Porzellan aus dem persönlichen Besitz des Hauses Habsburg 

🔷eine private Kunstsammlung von Kaiser Franz Joseph 

Ein Teil der Sammlung wie zB der Brautschleier, Orientteppiche und Bilder sind bis heute verschwunden; ein Teil taucht manchmal in Ausstellungen auf. 

Ein kleiner Teil des Nachlasses ist im Hofmobiliendepot Wien zu betrachten. Dieses habe ich euch in den Videos gezeigt (Facebook Kategorie Video zu finden). 

Der Großteil jedoch wird in großen Lagern aufbewahrt, welche völlig überfüllt mit konfiszierten Schätzen der Habsburger sind. 

Petra Schimbäck


Text + Recherchen: Petra Schimbäck
Bildrechte: akpool.de, Wikimedia Commons, mythoskaiserinelisabeth.com


Literatur Hinweise:

Friedrich Weissensteiner
Die rote Erzherzogin
Piper Verlag, 1993

Ghislaine Windisch-Graetz
Kaiseradler und rote Nelken
Das Leben der Tochter des Kronprinzen Rudolf
Amalthea Verlag, 1992

Michaela Lindinger
Elisabeth Petznek
Rote Erzherzogin, Spiritistin, Skandalprinzessin.
Die Biografie. 
Molden, Wien/Graz 2021

Mary Freiin Vetsera

Foto: mythoskaiserinelisabeth.com – Petra
Mary von Vetsera

„Kurzbericht“ – weitere Recherchen und Ausführungen folgen…!

Vorwort

Ich forsche seit einiger Zeit an Kronprinz Rudolf, wurde aber durch meine schwere Erkrankung aufgehalten, weshalb jetzt „nur ein kurzer Bericht“ zu Kronprinz Rudolfs Leben erfolgt. Sobald ich die Recherchen abgeschlossen habe, vervollständige ich diesen Beitrag und werde dies über die Social Media Kanäle Facebook, Instagram und TikTok bekanntgeben.

Einiges konnte ich schon herausfinden und deshalb veröffentliche ich folgenden Vorbericht:

Mary Vetsera

Immer wieder kann man in Kitschfilmen und/oder Serien und in Musicals von der „großen Liebe“ zwischen Kronprinz Rudolf und Mary Vetsera sehen und hören. Doch das ist genauso ein Mythos, wie vieles andere. Ich möchte gar nicht bestreiten, dass Baroness Mary Vetsera Kronprinz Rudolf geliebt hat. Von ihrer Seite aus, war es bestimmt die große Liebe, doch von Kronprinz Rudolf wurde sie mit Sicherheit manipuliert und ausgenutzt. Zu dieser Zeit absolut üblich, da sich beinahe alle Herren Geliebte hielten, da die Ehen immer nur zu politischen Standesdünkel geschlossen wurden und von daher meist sehr unglücklich verliefen.

Auch die Ehe von Kronprinz Rudolf mit Kronprinzessin Stephanie war so eine unglückliche Liebe. Wenn man der Geschichte mit Erzherzogin Antonia von Toskana glaubt (mein Bericht zu Kronprinz Rudolf ist bereits online), liegt hier viel mehr im Argen, als man tatsächlich glaubt.

Wahr ist deshalb folgendes – wie gesagt, es ist nur ein „kleiner Vorbericht“:

Marie Alexandrine Freiin von Vetsera, bekannt als Mary Vetsera, wurde am 19.3.1871 in Wien geboren. 

Ihr Vater war Albin Ritter von Vetsera. Ihre Mutter Helene Baltazzi. 

Marie Alexandrine, in der Familie „Mary“ genannt war das 3te Kind von 4 Kindern. Wie alle Mädchen zu ihrer Zeit, schwärmte sie für Kronprinz Rudolf. 

Foto: mythoskaiserinelisabeth.com – Petra
das letzte Foto von Kronprinz Rudolf

Da ihr Onkel Heinrich Baltazzi ein Verhältnis mit der Cousine Marie Gräfin Larisch von Kronprinz Rudolf, hatte, fädelte er ein persönliches Kennenlernen beim Pferderennen in der Freudenau ein. 

Gabriel Dubray, Marys Französischlehrer, schrieb einen Artikel in der Pariser Zeitung „Le Matin“, dass sich Mary ab diesem Tag verändert habe. 

Fast hysterisch durchforstete sie täglich alle Zeitungen, riss alle Beiträge über Kronprinz Rudolf heraus, sammelte Fotos und las die Klatschpresse. 

Bereits nach diesem kurzen Kennenlernen, kam es zu heimlichen Treffen zwischen Kronprinz Rudolf und Mary. Mit Hilfe von Gräfin Larisch, Leibfiaker Josef Bratfisch und Marys Zofe Agnes Johoda konnten in der Hofburg heimliche Treffen stattfinden.

 

Foto: mythoskaiserinelisabeth.com – Petra
Aktportrait Mary Vetsera

Kronprinz Rudolf bat Mary um ein Aktportrait, welches sie von einem unbekannten Maler anfertigen ließ. 

Beide schrieben sich eifrig Briefe, bis ihre Mutter Helene dahinter kam und dem Paar ein jähes Ende setzte. Sie ging mit Mary auf eine ausgedehnte Englandreise. Es halt jedoch nichts. Als Mary zurückkam, nahm sie sofort wieder Kontakt zu Rudolf auf. 

Am 13.1.1889 schrieb Mary ihrer innigsten Freundin und Vertrauten Hermine, dass sie in die „Liebe eingeweiht“ wurde. 

Für ein Mädchen aus gutem Hause eine Schande und Skandal, wenn dies durchgesickert wäre. Andererseits hätte Kronprinz Rudolf keine Konsequenzen fürchten müssen, denn er war nicht nur ein Mann, sondern auch aus dem höchsten Adel. Die Frau musste an sich halten und rein bleiben… 

Am 26.1. verbrachte Rudolf noch bei seiner Langzeitgeliebten Soubrette Mizzi Kaspar, welche er im Sommer 1888 bat, sich mit ihm das Leben zu nehmen. Da dies Mizzi kategorisch ablehnte, küsste er sie dieses Mal zum Abschied auf die Stirn, was er nie zuvor getan hatte. 

Leibfiaker Bratfisch brachte am 28.1. abends Mary Vetsera zum Jagdschloss. Ohne das ihr Besuch, Graf Hoyos-Sprinzenstein auffiel, wartete Mary derweil in seinem Zimmer. Danach zog sich Rudolf zurück und bat Loschek niemanden zu ihm zu lassen. 

Baroness Mary Vetsera starb am 30.1.1889 17jährig durch einen seitlichen Kopfschuss, herbeigeführt von Kronprinz Rudolf, in dessen Bett. Sie ruht am öffentlichen Friedhof in Heiligenkreuz. 

Was danach folgte, war eine Aneinanderreihung von Geschmacklosigkeiten, Verschwörungstheorien und Mythen. 

Marys Leiche wurde in den späten Abendstunden am 31.1.1889 per Kutsche nach Heiligenkreuz gebracht. Ihr Onkel und Vormund Alexander Baltazzi (der Vater war bereits verstorben) (guter Reitfreund von Kaiserin Elisabeth) nahm die Leiche in Empfang. Er ließ sie mit dem Kleid bekleiden, mit welchem sie in Mayerling ankam und zuvor natürlich waschen. 

Foto: mythoskaiserinelisabeth.com – Petra
Nerzdecke, mit der der Leichnam von Mary zugedeckt wurde

Auf der Fahrt in der Kutsche, wurde ihr ein Besenstiel ins Kreuz geschoben, damit sie aufrecht in der Kutsche saß. Dabei wurde ihr eine Decke über den Körper geworfen, damit es so aussehe, als ob die Baroness schliefe. 

Die Decke wurde in der Familie von Dr.Auckenthaler, normalerweise Rudolfs Leibarzt, als „Mary-Decke“ aufbewahrt und ist seit 2013 Teil des Museums im Schloss Trauttmannsdorff in Meran, da Auckenthaler aus Bozen stammte. 

Eilends wurde sie am 1.2.1889 in Heiligenkreuz „in einem armen Sünder“-Grab verscharrt. Kaiserin Elisabeth suchte dieses Grab einige Tage nach dem Unglück auf. 

Der Wiener Hof gab Mary Vetsera die Schuld am Tod des Kronprinzen. Marie Gräfin Larisch, bis dahin die Lieblingsnichte von Kaiserin Elisabeth, wurde Zeit ihres Lebens vom Hof verbannt. Sie starb in bitterer Armut in Augsburg. 

Die Familie Vetsera wurde von jedem weiteren öffentlichen Leben verbannt. Helene, Marys Mutter verarmte ebenso komplett. 

Hier könnt ihr das gesamte Grab in meinem Video sehen:

Video: mythoskaiserinelisabeth.com – Petra

1945 wurde das Grab von den Russen geplündert. Erst am 7.7.1959 wurde Mary erneut beigesetzt. 

Helmut Flatzelsteiner aus Puchenau und Mayerling besessen, brach am 8.7.1991 erneut das Grab auf und stahl Marys Gebeine, um sie labortechnisch untersuchen zu lassen. 

Georg Markus, ein in Österreich hochangesehener Journalist und Historiker, brüstete sich damit öffentlich in der Kronen Zeitung, dass er dem Grabräuber ausfindig gemacht zu haben. 

In Wirklichkeit meldete sich der Grabräuber Flatzelsteiner persönlich am Kommissariat Alland und Helmut Reinmüller, der zuständige Kriminalbeamte, nahm die Protokolle und Fotos auf. 

Die Familie Baltazzi-Vetsera stimmte zuerst einem Laborbericht zu, zog diesen aber vor Veröffentlichung wieder zurück. 

Bekannt daraus wurde: 

Eine 115jährige Leiche, einer Frau die ungefähr mit 18 Jahren verstarb. Die Reste der Kleidung entsprachen dem Zustand der damaligen Mode, Etiketten-Reste konnten einen Modesalon ausfindig machen, deren Kundin Mary Vetsera war. Die Leiche wies im Schädelbereich 2 Schussverletzungen vor: 1 – Eintrittswunde, 1-Austrittswunde. Die Haare wiesen Schmauchspuren auf, was auf eine kurze Distanz schließen ließ. 

Am 23.10.1993 wurde die Tote wieder in eine neuen Sarg gebettet, mit Erde überhäuft (um einen erneuten Diebstahl zu unterbinden) und wieder zur Ruhe gebettet. 

2007 wurde zufällig im Stift Heiligenkreuz der Kupfersarg gefunden, den Mutter Helene anfertigen ließ und Mary am 16.5.1925 umgebettet wurde. 

Er wurde restauriert und ist heute ein Teil des Museums des Karmel Mayerling. 

Das Sterbezimmer wurde zur Kirche umgebaut. Das Schloss Mayerling wurde dem Karmel Mayerling (einem Kloster) ein halbes Jahr nach der Tragödie übergeben und erst im 20. Jahrhundert zum Museum. 

Der gesamte Rundgang durch das Karmel Mayerling: inkl. dem aufgebrochenen Sarg von Mary

Video: mythoskaiserinelisabeth.com – Petra

Immer wieder taucht aber ein spezielles Foto von den „Unsere liebe Frau von den Schotten“ in Wien auf, in welchem eine Eintragung zu lesen ist, dass Mary Vetsera ein Kind geboren hätte und Kaiserin Elisabeth die Taufpatin war.

Sieht man sich das Foto genauer an, merkt man die Fälschung auf einem Blick:

  • falsche Schriftart aus dem 19. Jahrhundert
  • im 19. Jahrhundert gab es keine Kugelschreiber
  • das Kind kam angeblich am 24.12.1888 auf die Welt (dabei ist nicht nur das „zufällige“ Datum 24.12. auffällig, sondern auch das Jahr 1888. Wie Mary selbst am 13.1.1889 hinterließ, wurde sie in jener Nacht defloriert. Innerhalb von 14 Tagen (sie starb am 30.1.1889) kann sie zwar schwanger gewesen sein, aber a) hätte sie das selbst noch nicht gewusst und b) hätte das Kind nicht von Kronprinz Rudolf sein können, denn er war nachweislich Zeugungsunfähig geworden..
  • Schloss Possenhofen wurde in diesem Schriftstück zu „Pospenhofen“
Foto: Unsere liebe Frau zu den Schotten
https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/wien/01-unsere-liebe-frau-zu-den-schotten/01-58/?pg=234
die Fälschung im Geburts- und Tauf-Register

Doch, trotzdem geistert das Foto immer wieder in zahlreichen Verschwörungstheorien auf.

Erklärbar ist leider nicht mehr, wie die Fälschung dort hin gelangte bzw. wer sie vornahm.

Doch nach eingehenden Studien, ist dies alles völlig unmöglich.

Selbst wenn, das Kaiserhaus alles gefaktet hätte, wären die kaiserlichen Vertrauten nicht so dumm gewesen und hätten diese Daten gewählt. Und woher sie den „Kugelschreiber“ hatten, dürfte dann wohl auch in die Kategorie „Science Fiction“ fallen. Dieser wurde nämlich erst 1938 erfunden! Und genau in diese Zeit würde auch das Schriftbild passen. Es würde also gut in jene Zeit passen, dass man solche Bösartigkeiten hinterließ.

Ich empfehle euch mein großes Video zum Leben von Kronprinz Rudolf, in welchem ich alle das ausführlich erkläre:

Video: mythoskaiserinelisabeth.com – Petra

Petra Schimbäck


Text + Recherchen: Petra Schimbäck 
Bildnachweise: mythoskaiserinelisabeth.com – Petra, Wikimedia/Commons, Unsere liebe Frau zu den Schotten
Videonachweise: Petra Schimbäck
Ich danke dem Karmel Mayerling herzlich für die Video- und Fotoerlaubnis!
Ich danke dem Hofmobiliendepot herzlich für die Video- und Fotoerlaubnis!


Literatur Hinweise:

Jean-Paul Bled
Kronprinz Rudolf 
Böhlau, Wien 2006

Brigitte Hamann
Kronprinz Rudolf. Ein Leben. 
Amalthea, Wien 2005

Rudolf Ein Leben im Schatten von Mayerling. 
Ausstellungskatalog, Wien 1990

Brigitte Hamann
Rudolf. Majestät, ich warne Sie…,
Geheime und private Schriften 
Amalthea-Verlag, Wien/München 1979

Oscar von Mitis
Das Leben des Kronprinzen Rudolf
Mit Briefen und Schriften aus dessen Nachlass. 
Insel-Verlag, Leipzig 1928

Helmut Reinmüller
Cold Case Mayerling Der Tod von Kronprinz Rudolf und Mary Vetsera
Kriminalpolizeiliche Aufarbeitung des Falles mit Originalquellen. 
Kral Verlag, Berndorf 2021

Ernst Edler von Planitz
Die volle Wahrheit über den Tod des Kronprinzen von Österreich
Pichler Verlag, 1890

Friedrich Weissensteiner (Hrsg.)
Lieber Rudolf. Briefe von Kaiser Franz Joseph und Elisabeth an ihren Sohn
Ueberreuter, Wien 1991

Sigrid-Maria Größing
Rudolf. Herzensbrecher, Freigeist, Psychopath
A & M, Salzburg 2006

Hermann Altenberg
Um Recht und Nachfolge im Hause Habsburg
Europa Verlag, 1966

Fritz Judtmann
Mayerling ohne Mythos
Ein Tatsachenbericht
Kremayr & Scheriau, 1968

Heinrich Baltazzi-Scharschmid, Hermann Swistun 
Die Familien Baltazzi-Vetsera im kaiserlichen Wien
Böhlau, 1980

Helmut Reinmüller
Mary Vetsera – Der Grabraub 1992. Darstellung der Tat aus kriminalpolizeilicher Sicht mit neuen Fakten, Details und Bildern
Kral-Verlag, 2019

Brigitte Sokop
Jene Gräfin Larisch
Marie Louise Gräfin Larisch-Wallersee, Vertraute der Kaiserin – Verfemte nach Mayerling
Böhlau, 2006

Rudolf R. Novak
Das Mayerling-Netz. Verborgene Zusammenhänge entdeckt
Berger, 2019

weitere Literatur folgt…

Das Kronprinzenwerk

Es gibt nichts annähernd vergleichbares, was das Habsburg Reich umfassender beschreibt, als dieses Werk. 

Als das „Kronprinzenwerk“ wird die 24bändige Enzyklopädie „Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild“ bezeichnet, die von Kronprinz Rudolf 1883 persönlich angeregt wurde. 

Foto: Antiquitäten Wittmann Dachau
20 Bände des Kronprinzenwerkes

Er selbst hat an dem Werk mitgearbeitet, allerdings halfen noch weitere 432 Mitarbeiter das 24bändige Werk fertigzustellen. 

Die Enzyklopädie beschreibt je nach Kronländern geordnet: 

Länder, Völker, Landschaften und Regionen der Doppelmonarchie Österreich-Ungarn. 

Foto: mythoskaiserinelisabeth.com – Petra
Kronprinz Rudolfs letztes Foto
(knapp vor seinem Tod aufgenommen)

Sie erschien am in deutscher (24 Bände) und in ungarischer (21 Bände) Sprache (Az Osztrák-Magyar Monarchia írásban és képben). 

Dementsprechend gab es auch zwei verschiedene Redaktionen mit unterschiedlichen Mitarbeitern. Kronprinz Rudolf hat bei beiden Sprachen mitgeholfen, da er durch Kaiserin Elisabeth angeregt perfekt ungarisch sprach und schreiben konnte. 

Die deutsche Ausgabe leitete der jüdische (!) Schriftsteller, Geschichte- und Geografieprofessor Josef Ritter Weil von Weilen. 

Die ungarische Ausgabe, leitete der Schriftsteller und persönliche Freund von Kronprinz Rudolf Jókai Mór von Ásva. 

Leider wurde nur die deutsche Ausgabe ein finanzieller Erfolg und berühmt. Sie zählt bis heute in der Universität Wien als unwiederbringliches Nachschlagewerk. 

Die deutsche Ausgabe erschien vom 1.12.1885 bis Juni 1902 und erfolgte in 398 Lieferungen im Verlag der k.u.k. Hof- und Staatsdruckerei. 

Insgesamt enthalten alle 24 Bände: 

587 Beiträge auf 12.596 Textseiten sowie 4.529 Holzstiche.

Alle Bände in Übersicht: 

🔷 Band 1: Wien und Niederösterreich, 1. Abtheilung: Wien, 1886 

🔷 Band 2: Übersichtsband, 1. Abtheilung: Naturgeschichtlicher Theil, 1887

🔷 Band 3: Übersichtsband, 2. Abtheilung: Geschichtlicher Theil, 1887

🔷 Band 4: Wien und Niederösterreich, 2. Abtheilung: Niederösterreich, 1888

🔷 Band 5: Ungarn, Band 1, 1888

🔷 Band 6: Oberösterreich und Salzburg, 1889

🔷 Band 7: Steiermark, 1890

🔷 Band 8: Kärnten und Krain, 1891

🔷 Band 9: Ungarn, Band 2, 1891

🔷 Band 10: Das Küstenland (Görz, Gradiska, Triest und Istrien), 1891 

🔷 Band 11: Dalmatien, 1892 

🔷 Band 12: Ungarn, Band 3, 1893

🔷 Band 13: Tirol und Vorarlberg, 1893 

🔷 Band 14: Böhmen, Band 1, 1896

🔷 Band 15: Böhmen, Band 2, 1896

🔷 Band 16: Ungarn, Band 4, 1896

🔷 Band 17: Mähren und Schlesien, 1897 

🔷 Band 18: Ungarn, Band 5, 1. Abtheilung, 1898

🔷 Band 19: Galicien, 1898

🔷 Band 20: Bukowina, 1899

🔷 Band 21: Ungarn, Band 5, 2. Abtheilung, 1900

🔷 Band 22: Bosnien und Hercegowina, 1901 

🔷 Band 23: Ungarn, Band 6, 1902

🔷 Band 24: Croatien und Slavonien, 1902

Durch meine Recherchen an Kronprinz Rudolf stieß ich auf dieses Buch und bin erstaunt, dass sich dieses Nachschlagewerk in ganz wenigen historischen Büchern befindet. Hier also ein Zitat daraus, in welchem man sieht, wie komplex die Beziehung von Kronprinz Rudolf und Graf von Taaffe war.

Kronprinz Rudolf schrieb einen Bittstellerbrief an Ministerpräsident Eduard Graf von Taaffe, welcher noch nie (!) veröffentlicht wurde. 

Hier also der gesamte Wortlaut: 

Lieber Graf!

Das von mir ins Leben gerufene patriotische Werk über Österreich-Ungarn wird am 1. Dezember zu erscheinen beginnen. Es scheint mir von großer Bedeutung, daß dieses Werk in den österreichischen Schulen Eingang finde, wo es ja bei uns an ähnlichen Werken mit ähnlicher Tendenz sehr gebricht. Sie würden mich sehr verbinden, wenn Sie auf dem Wege durch die Statthalter auf die Bezirkssculräte einwirken wollten, daß dieses Werk für die Schülerbibliotheken allerorts eingeführt würde; der Preis von 30 Kreuzer für die Lieferung macht es möglich, daß ohne nennenswerte Opfer dieses ganz Österreich-Ungarn umfassende Werk, an welchem sich die hervorragenden Schriftsteller und Künstler beteiligen, in jeder Schulbibliothek seinen Platz einnehmen kann.

Mit den herzlichsten Grüßen bin ich, lieber Graf Ihr 

R u d o l f 

Wien, 1. November 1885 (1)

Leider war Kaiser Franz Joseph alles andere als erfreut und hat dieses beeindruckende Werk kaum gewürdigt. 

Er befand, wie alles was sein Sohn tat, als Zeitverschwendung. 

Die Beziehung der beiden war zum Zeitpunkt der Veröffentlichung komplett erkaltet. 

Kaiser Franz Joseph trauerte nie um seinen Sohn, sondern immer nur über die Schande, die er dem Kaiserhaus eingebracht hatte. 

Petra Schimbäck


Text + Recherchen: Petra Schimbäck
Bildnachweise: Österreichische Nationalbibliothek, Antiquitäten Wittmann Dachau, Wikimedia/Commons, mythoskaiserinelisabeth.com – Petra


Literatur Hinweise:

1 Seitenanzahl wird noch eingefügt
Arthur Skedl
Der politische Nachlass des Grafen Eduard Taaffe
Rikola Verlag, 1922

Kronprinz Rudolf

Foto: ÖNB
Kronprinz Rudolf

„Kurzbericht“ – weitere Recherchen und Ausführungen folgen…!

Vorwort

Ich forsche seit einiger Zeit an Kronprinz Rudolf, wurde aber durch meine schwere Erkrankung aufgehalten, weshalb jetzt „nur ein kurzer Bericht“ zu Kronprinz Rudolfs Leben erfolgt. Sobald ich die Recherchen abgeschlossen habe, vervollständige ich diesen Beitrag und werde dies über die Social Media Kanäle Facebook, Instagram und TikTok bekanntgeben.

Einiges konnte ich schon herausfinden und deshalb veröffentliche ich folgenden Vorbericht:

Kronprinz Rudolf

Rudolf Franz Karl Joseph von Österreich, bekannt als Kronprinz Rudolf wurde am 21.8.1858 im Neuen Schloss Laxenburg geboren. 

Foto: mythoskaiserinelisabeth.com – Petra
erstes, offizielles Familienportrait mit Erzherzogin Sophie, Erzherzog Franz Karl, Kaiserin Elisabeth, Kaiser Franz Joseph und den Kindern Erzherzogin Gisella und Baby Kronprinz Rudolf

Sein Vater war Kaiser Franz Joseph (*18.8.1830, ✝21.11.1916). Seine Mutter Elisabeth Herzogin in Bayern (*24.12.1837, ✝10.9.1898). 

Er war das dritte Kind des Kaiserpaares, aber der einzige Sohn. Der Spitzname für Rudolf, der nur dem innersten Familienkreis vorbehalten war, war Zeit seines Lebens „Nazi“.

Seine Ehefrau Stephanie nannte ihn „Coco“. 

Kronprinz Rudolf erhielt den Namen des großen Habsburg Kaiser Rudolf I (* 1.5.1218, †15.7.1291) und seinem Großvater Erzherzog Franz Karl Joseph, welcher auch gleichzeitig sein Taufpate war.

Schon früh wurde der Bub Kaiserin Elisabeth von Erzherzogin Sophie entzogen. 

Der Kronprinz sollte zum Kaiser und „zum richtigen Mann“ erzogen werden. 

Laut Erzherzogin Sophie verweichlichte Elisabeth ihren Sohn und solche Muttergefühle hatten nach ihrer Ansicht schon im Babyalter nichts zu suchen. Derweil war auch sie eine Glucke und sperrte ihren „von Gottes Gnaden“ geborenen Sohn Franz Joseph als Kind sogar ein. 

Foto: mythoskaiserinelisabeth.com – Petra
Kaiserin Elisabeth mit Baby Kronprinz Rudolf, Erzherzogin Gisella und das verstorbene Baby Erzherzogin Sophie als Bild über dem Bett
Dieses Bild hing Zeit ihres Lebens über dem Bett von Kaiserin Elisabeth in der Hofburg. Noch heute ist es im Sisi-Museum dort zu sehen.

Als Kaiserin Elisabeth 1860/1 Madeira und Venedig wegen angeblicher Krankheit aufsuchte, entfremdete sie sich fast vollständig von ihren Kindern Rudolf und Gisella. Dies sollte sich nie wieder aufholen lassen, vor allem der Kronprinz suchte immer wieder die Nähe seiner Mutter. 

Die engste Vertraute blieb Zeit seines Lebens allerdings seine Schwester Gisella, mit der er beinahe bis zum 6ten Lebensjahr Tisch und Bett teilte. Umso härter traf es die beiden Geschwister, als die innig geliebte Großmutter Erzherzogin Sophie die beiden trennte. 

Diese Trennung verwanden beide nie und Rudolf weinte sich monatelang Nacht für Nacht in den Schlaf. 

Sophie bestimmte, dass es Zeit wurde, den verweichlichten Buben militärisch erziehen zu lassen. 

Graf Gondrecourt sah seine Macht gekommen und quälte den Buben bis aufs Blut. 

Er zerrte ihn frühmorgens mit Trompetenklänge neben dem Bett aus selbigen, ließ ihn bis zum Umfallen neben dem Bett stehen und tränkte ihn für Disziplin und Ordnung im eiskalten Wasser. 

Der kleine Bub musste bei Wind und Wetter stundenlang Exerzieren oder Wache halten. 

Eine der beliebtesten Übungen von Gondrecourt war, den Kronprinzen um 3.00 Uhr morgens aus dem Bett zu zerren, ihn in den Lainzer Tierpark oder irgendwo in Schönbrunner Park zu bringen und von dort musste der kleine Bub mutterseelenallein, mitten in der Nacht und ohne Anhaltspunkt wo er überhaupt war, ins Schloss Schönbrunn zurück finden. 

Rudolf wurde kränker und blasser als jemals zuvor in seinem Leben.

Kaiser Franz Joseph machte sich lustig über seinen kleinen Sohn und nannte ihn „Krepierl“, immerhin hatte er diese Erziehung auch durch- und überlebt. 

Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth weilten gerade in Ischl, als Elisabeth, durch das beherzte Eingreifen des Privatlehrers Josef Graf von Latour, der sich völlig unerlaubt einmischte (dies hätte ihn nicht nur seine Stellung, sondern auch die Reputation als Lehrer kosten können) und an die Kaiserin persönlich (!) ein Schreiben verfasste. 

Als diese von der Wildschwein-Affäre erfuhr, war das Maß voll.

Rudolf wurde von Gondrecourt zum Tierpark Lainz geschliffen, dort hinter die Mauer gestellt, während sich der General in Sicherheit brachte, schrie er, dass ein Wildschwein käme. 

Das Kind schrie in Todesangst wie am Spieß und je lauter es schrie, desto nervöser wurden die Wildschweine, die in der Nähe ihr Revier hatten.

Triggerwarnung Ende

Erzherzogin Sophie vor Treue zur Krone blind, sah über den Leidensdruck des geliebten Enkels hinweg.

Kaiserin Elisabeth explodierte beinahe und schrie so laut, dass die ganze Kaiservilla zuhören konnte (und Kaiserin Elisabeth sprach ansonsten sehr leise und erhob nie das Wort!). 

Dies war das einzige Mal, dass sich seine Mutter für ihn einsetzte. 

In einem förmlichen Ultimatum forderte sie eine liberale Erziehung von Kaiser Franz Joseph. Sie hatte Erfolg. 

Ab 1865 wurde Rudolf liberal erzogen. Danach wandte sie sich allerdings erneut von ihrem Sohn ab. 

Foto: mythoskaiserinelisabeth.com – Petra
Kronprinz Rudolf und Kronprinzessin Stephanie
Hochzeitsfoto

Rudolf betrachtete – wie seine Mutter – das Bürgertum „als Basis für einen modernen Staat“, weshalb er sich den Zorn und Unmut des Adels zuzog. 

Jetzt wandte sich auch sein Vater erneut von ihm ab. Von haus aus, hatten sich die beiden nicht viel zu sagen, aber diese Einstellung, war für den verknöcherten Kaiser zu viel. 

Rudolf interessierte sich sehr für die Naturwissenschaften, vor allem für die Ornithologie. 

Er schrieb Sammlungen und Bücher über dieses Thema, die heute noch anerkannt sind. Ein Studium der Naturwissenschaften wurde ihm jedoch von seinem Vater (absichtlich) verwehrt. 

Er schrieb ein 24bändiges Werk über Österreich-Ungarn, welches er sowohl in Wort, als auch mit Bildern versah. Rudolf galt als überaus intelligent und wurde von den Universitäten sehr ernst genommen. 

Bis heute gilt dieses Werk in Ungarn als vorbildlich und wird für das Geschichtsstudium verwendet. 

Kronprinz Rudolf war ein großer Frauenheld und „Weiberer“, wie man in Wien sagen würde. Er hielt sich viele Geliebte, allerdings verliebte er sich richtig nur zweimal. Beide Frauen wurden ihm vom Habsburg Haus verwehrt, wobei Mizzi Kaspar verständlich war. Ihr Lebenswandel war für einen Kronprinzen nicht standesgemäß. 

Foto: Wikimedia/Commons
Erzherzogin Antonia von Toskana

Die erste große Liebe war Antonia Erzherzogin von Toskana (*10.1.1858, †13.4.1883). 

Die Ehe wurde abgelehnt, da die Hofärzte bei Maria Antonia ein schweres Lungenleiden feststellten. Doch das hielt das verliebte Paar nicht ab. 

Am 1.1.1880 wurde das Paar heimlich in der Gardekirche in 1030 Wien, Rennweg vom damaligen Burgkaplan Godfried Marschall (später Bischof) getraut. 

Doch die Rechnung wurde ohne dem neuen Kronprinzenpaar gemacht. 

Auf Druck seines Vaters musste Kronprinz Rudolf Stephanie Prinzessin von Belgien ehelichen. Sie war immens reich und von gesunder „Natur“. Die Hochzeit fand am 10.5.1881 statt. 

Das Problem: nun war Rudolf Bigamist und die Ehe nicht gültig. 

Kronprinzessin Maria Antonia wurde ins Ausland gebracht. Sie wurde Äbtissin im Damenstift Prag. 

Das „offizielle Kronprinzpaar“ wohnte die erste Zeit ebenfalls in Prag und galt als glücklich. 

Problematisch wurde es für Maria Antonia, als sie schwanger wurde. Sie verließ das Damenstift und zog nach Cannes, da auch ihre Gesundheit immer weiter abnahm. 

Jetzt wird es obskur: 

Der Kronprinz musste natürlich auch offiziell ein Kind zeugen und so wurde auch Stephanie schwanger. 

🔷 Am 7.3.1883 kam in der Villa Felicia in Cannes „Kronprinz Carl Rudolf“ zur Welt

🔷 Am 2.9.1883 kam im Schloss Laxenburg Erzherzogin Elisabeth Marie „Erzsi“ zur Welt

Der Krimi geht weiter: 

5 Wochen nach der Geburt ihres Sohnes, starb die schwer kranke Maria Antonia und Kronprinz Rudolf stand mit seinem heimlich gezeugten Kronprinzen und einer schwangern Kronprinzessin da. 

Er eilte mit Sohn zu seiner Mutter Kaiserin Elisabeth und weihte sie in das ganze Dilemma ein. 

Nun wurde der Rittmeister Heinrich Graf von Pachmann, dessen Frau Marie kürzlich Sohn Robert entbunden hatte und der bald darauf verstarb, Ziehvater von Kronprinz Carl Rudolf. 

Damit Marie und Heinrich von Pachmann keine Schulden erleiden, wurde ihnen eine jährliche Apanage von 30.000 Gulden (ca. € 360.000) zugesandt. 

Des Weiteren erhielt Carl Rudolf den Namen „Robert Pachmann“. 

Die Familie Pachmann war Kaiserin deswegen bekannt, da sie im selben Haus wohnten, wie ihr Leibkammerdiener Johann Werth. Die Adresse lautete: 1150 Wien, Haidmanngasse 4 

Er machte die Pachmanns mit der Kaiserin bekannt und umgekehrt. Werth wusste, dass Robert kürzlich verstorben war. 

Damit war von der heimlich geschlossenen Ehe des Kronprinzen nichts mehr übrig, außer Dokumente die fest verschlossen wurden und man hoffte, dass sie nie wieder das Tageslicht sehen würden. 

Erzherzogin Maria Antonia, die eigentlich Kronprinzessin Antonia war, wurde in der Kapuzinergruft beigesetzt. 

Völlig obskur ist ebenfalls, dass die angebliche Äbtisstin des Damenstiftes Prag mit allen Ehren und Standesdünkel einer Erzherzogin, Ehefrau und Mutter in der Kapuzinergruft beigesetzt wurde.

Dies hat ihre Hofdame per Brief an ihre Schwester hinterlassen. Die nächste Frage die sich in diesem haarsträubenden Krimi ergibt ist, warum hat eine angebliche Äbtisstin des Damenstiftes Prag, eine Hofdame.

Hofdamen waren nur hohen Adeligen zugeteilt, welche dem Erzhaus angehörten, was bei Antonia der Fall war. Allerdings nicht mehr, wenn diese in ein Damenstift eingezogen wäre. Hier wäre ihr eine Zofe zugestanden und eine Kammerfrau, nicht aber eine Hofdame.

Als die Pachmann-Story an die Öffentlichkeit kam, wurde tatsächlich eine Blutprobe gemacht, damit die DNA überprüft werden konnte. Aus zuverlässlichen Quellen weiß ich, dass die „Blutprobe verunreinigt“ war und deshalb kein DNA-Match zustande kam. In der Presse wurde lediglich veröffentlicht, dass die DNA Probe nicht zueinander passe und diese Geschichte, ein für alle Mal „begraben“ ist.

Warum aber, veröffentlichte die Schönbrunner GmbH bei der Ausstellung im Schloss Hof vom 21.3.-20.11.2020 in der Sonderausstellung „Sisis Sohn Rudolf“ ein Foto von Antonia und schrieb darunter 1. Ehefrau des Kronprinzen?

Dieses Foto und genau dieser Satz ließen mich stutzig werden und so begann ich meine intensive Forschungen, welche – wie oben erwähnt – durch meine schwere Erkrankung gestoppt werden mussten. Doch jetzt bin ich wieder fit und sie gehen weiter.

Danach war Kronprinz Rudolf nicht mehr derselbe. Er wechselte die Betten und die Frauen, steckte sich mit Gonorrhoe an und wurde Zeugungsfähig. 

Diese Geschlechtskrankheit gab er an Stephanie weiter, so dass sie keine Kinder mehr bekommen konnte. Aus anfänglicher Sympathie und Liebe die sie für ihn empfand, wurde unbändiger Hass, die die beiden in lautstarken Streitigkeiten austrugen. 

Ab 1888 betätigte sich Rudolf als Journalist; allerdings musste er dies hinter dem Rücken des Vaters tun. Moritz Szeps war sein väterlicher Freund und unterstützte ihn bei seinen Schriften gegen die Regierung von Graf Eduard Taaffe im „Neuen Wiener Tageblatt“. 

Die Freundschaft zu Moritz Szeps und Moritz Hirsch, welche beide Juden waren, brachte ihm den Namen „Judenknecht“ ein. Die Feindschaft der Antisemiten zu Kronprinz Rudolf war erschreckend hoch. 

Rudolf wurde keine politische Funktion von seinem Vater eingeräumt. Dieser schottete ihn komplett vom täglichen Geschehen im Reich Österreich-Ungarn ab. Rudolf musste sich über tagespolitische Themen über die Presse informieren. 

Das Verhältnis zwischen Kaiser Franz Joseph und Kronprinz Rudolf wurde immer schwieriger. Kaiserin Elisabeth zeigte an ihrem Sohn keinerlei Interesse und weigerte sich zwischen Vater und Sohn zu vermitteln. 

Von Selbstmordgedanken getrieben, zog er sich immer mehr in schwere Alkohol- und Drogeneskapaden zurück. Kronprinz Rudolf war der modernen Droge Morphium verfallen.

Nun lernte seine zweite Liebe kennen: Mizzi Kaspar, eine Soubrette (veralteter Ausdruck für Prostituierte)

Foto: Wikimedia/Commons
Mizzi Kaspar

Sie wurde seine Langzeitgeliebte und er verwöhnte sie mit Schmuck und teurer Kleidung. Ganz Wien wusste Bescheid, aber niemand traschte öffentlich. 

Eines Tages bat er Mizzi, ob sie bereit wäre, sich am Husarenberg in Mödling, gemeinsam das Leben zu nehmen. Doch Mizzi lehnte entsetzt ab.

Durch Marie Gräfin Larisch, welche die Lieblingsnichte von Kaiserin Elisabeth war, lernte er die 17jährige Baronesse Mary Vetsera kennen und begann mit dieser eine Liaison. Von romantischen Gefühlen getrieben, stimmte sie einem gemeinsamen Selbstmord zu. 

Die letzte gemeinsame Nacht verbrachte das Liebespaar Rudolf und Mizzi gemeinsam vom 27.1. auf den 28.1.1889. Beim Abschied küsste er sie auf die Stirn und machte ein Kreuz auf diese. Dies war zuvor nie vorgekommen. 

Mizzi versuchte ihm das Leben zu retten, in dem sie die Polizei in seinen Plan einweihte. Aber niemand wollte ihr Gehör oder Glauben schenken.

Von Mizzi fuhr Rudolf direkt zur angesetzten Jagd nach Mayerling, wo er von Philipp Prinz von Sachsen-Coburg, Josef Graf Hoyos-Sprinzenstein und Diener Johann Loschek erwartet wurde. 

Wegen angeblicher Unpässlichkeit zog sich Rudolf zurück, die Jagd wurde abgesagt. Er schickte Prinz Philipp zu seinem Vater nach Wien und ließ sich bei Stephanie und Kaiser Franz Joseph für sein Fernbleiben entschuldigen. 

Leibfiaker Bratfisch brachte abends Mary Vetsera zum Jagdschloss. 

Foto: mythoskaiserinelisabeth.com – Petra
Mary Vetsera

Ohne das Graf Hoyos-Sprinzenstein dies mitbekam, wartete Mary heimlich im Schlafzimmer, während Rudolf mit ihm relativ schweigend das Abendessen einnahm. Danach zog sich Rudolf zurück und bat Loschek niemanden zu ihm zu lassen. 

In den frühen Morgenstunden vom 30.1.1889 erschoss Rudolf zuerst Mary, danach mit Hilfe eines Spiegels sich selbst. Er wurde nur 30 Jahre alt. 

Kronprinz Rudolf wurde für Geisteskrank erklärt. Nur so konnte er seine letzte Ruhestätte in der Kapuzinergruft finden. 

Obwohl sie lebend mit ihrem Sohn kein Naheverhältnis hatte, hinterließ der Tod bei Kaiserin Elisabeth tiefe Spuren.

Von Selbstvorwürfen, Selbstmitleid und Depressionen getrieben, trug sie ab diesem Tag – bis zu ihrem eigenen Tod – in der breiten Öffentlichkeit nur noch schwarz (außer auf Korfu). Wenn man aber bedenkt, dass sie vielleicht ein unfassbares Geheimnis mit sich Tragen musste, ist dieses Verhalten mehr als verständlich.

Der gesamte Rundgang durch das Karmel Mayerling, könnt ihr euch in diesem Video ansehen.

Video: mythoskaiserinelisabeth.com – Petra

Mary Vetsera war nur Mittel zum Zweck. Die große Liebe, wie sie so gerne in (zum Teil auch in historischen) Büchern, Musical (Rudolf) und Kitschfilmen propagiert wird, existierte zumindest von der Seite des Kronprinzen nicht. 

Mary selbst war noch viel zu jung (17), um die Lügen, Manipulationen und die Depression eines erwachsenen Mannes zu erkennen bzw. zu durchschauen; noch dazu kannte man das Wort „Depression“ als solches noch gar nicht. 

Seit dem Tod von Rudolf ranken sich viele Mythen und Theorien um selbigen. 

Der kaiserliche Hof vertuschte die Tragödie und gab weitestgehend Mary Vetsera die Schuld an allem. So soll sie dem Kronprinz Gift gegeben und sich dann selbst das Leben genommen haben. 

Zumindest wurde das als erstes verlautbart. 

Kaiserin Elisabeth war es, die Helene von Vetsera zu sich bat, um ihr vom Tod ihrer Tochter zu berichten und zu kondulieren. 

Niemand hat es für notwendig erachtet, die Mutter von Mary zu verständigen. 

Elisabeth kniete einige Tage später am Grab von Mary und bat sie um Verzeihung. Sie wusste um die Schuld ihres Sohnes und verwand dies nie. 

Gräfin Larisch wurde auf ewig vom Hof verbannt. Auch ihr Leben zerbrach vollständig an dieser Tragödie. 

Kaiser Franz Joseph verbannte die Familie Vetsera vom Wiener Hof, die an dieser Tragödie vollkommen zerbrach. 

Kaiserin Elisabeth ließ auf Korfu ein Denkmal für ihren Sohn erbauen, welches als verschollen gilt. Doch das stimmt nicht so ganz, wie ihr in diesem Video sehen könnt.

Video: mythoskaiserinelisabeth.com – Petra

Otto von Habsburg besass angeblich die Waffe von Kronprinz Rudolf, welche er Zeit seines Lebens nicht herausgab. Er bestritt dies allerdings immer vehement. 

Kaiserin Zita verband in den späten 1980er Jahren immer noch ihre Augen vor der Wahrheit. 

Sie behauptete weiterhin steif und fest, dass Rudolf einem Attentat, begangen vom französischen Staatsmann Georges Clemenceau, zum Opfer fiel. Ausgangspunkt sei gewesen, dass sich Rudolf dem Sturz seines Vaters nicht anschließen wollte. 

Wer sich für das Leben des Kronprinzen und die gesamte obskure Geschichte interessiert, dem empfehle ich mein Live-Video „Kronprinz Rudolfs Leben“.

Video: mythoskaiserinelisabeth.com – Petra

Petra Schimbäck


Text + Recherchen: Petra Schimbäck
Bildnachweise: Wikimedia/Commons, Österreichische Nationalbibliothek, mythoskaiserinelisabeth.com – Petra
Videonachweise: Petra Schimbäck
Ich danke dem Karmel Mayerling herzlich für die Video- und Fotoerlaubnis!
Ich danke dem Hofmobiliendepot herzlich für die Video- und Fotoerlaubnis!


Literatur Hinweise:

Jean-Paul Bled
Kronprinz Rudolf 
Böhlau, Wien 2006

Brigitte Hamann
Kronprinz Rudolf. Ein Leben. 
Amalthea, Wien 2005

Rudolf Ein Leben im Schatten von Mayerling. 
Ausstellungskatalog, Wien 1990

Brigitte Hamann
Rudolf. Majestät, ich warne Sie…,
Geheime und private Schriften 
Amalthea-Verlag, Wien/München 1979

Oscar von Mitis
Das Leben des Kronprinzen Rudolf
Mit Briefen und Schriften aus dessen Nachlass. 
Insel-Verlag, Leipzig 1928

Helmut Reinmüller
Cold Case Mayerling Der Tod von Kronprinz Rudolf und Mary Vetsera
Kriminalpolizeiliche Aufarbeitung des Falles mit Originalquellen. 
Kral Verlag, Berndorf 2021

Ernst Edler von Planitz
Die volle Wahrheit über den Tod des Kronprinzen von Österreich
Pichler Verlag, 1890

Friedrich Weissensteiner (Hrsg.)
Lieber Rudolf. Briefe von Kaiser Franz Joseph und Elisabeth an ihren Sohn
Ueberreuter, Wien 1991

Sigrid-Maria Größing
Rudolf. Herzensbrecher, Freigeist, Psychopath
A & M, Salzburg 2006

Hermann Altenberg
Um Recht und Nachfolge im Hause Habsburg
Europa Verlag, 1966

Fritz Judtmann
Mayerling ohne Mythos
Ein Tatsachenbericht
Kremayr & Scheriau, 1968

Helmut Reinmüller
Mary Vetsera – Der Grabraub 1992. Darstellung der Tat aus kriminalpolizeilicher Sicht mit neuen Fakten, Details und Bildern
Kral-Verlag, 2019

Brigitte Sokop
Jene Gräfin Larisch
Marie Louise Gräfin Larisch-Wallersee, Vertraute der Kaiserin – Verfemte nach Mayerling
Böhlau, 2006

Rudolf R. Novak
Das Mayerling-Netz. Verborgene Zusammenhänge entdeckt
Berger, 2019

weitere Literatur folgt…

Mizzi Kasper

Foto: Wikimedia/Commons
Mizzi Kaspar

Maria Kaspar, bekannt als Mizzi wurde am 28.9.1864 in Graz geboren. 

Mizzi war Edelhure, was damals auch „Soubrette“ genannt wurde. 

Sie war die Langzeitgeliebte von Kronprinz Rudolf und galt (und gilt) in der historischen Welt als dessen große Liebe.

Dies kann jedoch als kontrovers diskutiert werden. Bei aller Revolution die Rudolf immer wieder gegen das Kaiserhaus vorbrachte, so wusste er dennoch, wo er herkam. Eine „Soubrette“ als „große Liebe“ zu benennen, ist deswegen etwas Fehl am Platz. 

Aufgrund ihrers Verhältnisses und ihrer ungemeinen Loyalität wurde Mizzi von Rudolf reich beschenkt. 

1887 kaufte er ihr um 60.000 Gulden (heute €  1.008.778,80 EUR) ein dreistöckiges Haus in der Heumühlgasse 10, 1040 Wien. Weiters bekam sie Bargeld und Schmuck im Wert von 130.000 (€ 2.185.687,40) Gulden. 

Als er immer Lebensmüder wurde, bat Rudolf Mizzi sich mit ihm gemeinsam das Leben zu nehmen. Als Ort für den gemeinsamen Selbstmord hatte er den Husarentempel in Mödling auserkoren. Doch Mizzi lehnte ab. 

Sie versuchte noch sein Leben zu retten, als sie die Polizei in dessen Plan einweihte. Niemand wollte ihr Gehör schenken. 

Einer Soubrette- auch wenn sie die Mätresse vom Kronprinzen war – glaubte man nicht. 

Die letzte gemeinsame Nacht verbrachte das „Liebespaar“ gemeinsam vom 27.1. auf den 28.1.1889. 

Foto: mythoskaiserinelisabeth.com – Petra
Kronprinz Rudolf, Geliebter

Beim Abschied küsste er sie auf die Stirn und machte ein Kreuz auf diese. Dies war zuvor nie vorgekommen. Mizzi war in äußerster Besorgnis um Rudolf und wusste, dass sie ihn nie wieder sehen würde. 

Von Mizzi fuhr Rudolf direkt zur angesetzten Jagd nach Mayerling. 

Rudolfs Leiche fand man am 30.1.1889. Er hinterließ ihr in seinem Testament 30.000 Gulden (heute € 504.389,40), mit denen sie sich zur Ruhe setzte. 

Zum Zeitpunkt des Todes von Rudolf war Mizzi 24 Jahre alt. 

1891 verkaufte Mizzi das Haus in der Heumühlgasse und zog in die Paniglgasse, 1040 Wien. 

Mizzi Kaspar starb am 29.1.1907 43jährig an einer Rückenmarksverhärtung welche eine Folge von Syphilis war. Sie ruhte am Stadtfriedhof in Mödling; ihr Grab wurde allerdings zwischenzeitig aufgelassen. 

Mizzi hinterließ keine Briefe, kein Tagebuch und keine Memoiren. Zeit ihres Lebens lehnte sie jedes Interview ab – obwohl man ihr viel Geld bot. Sie blieb stur und hielt zu Kronprinz Rudolf. 

Als sie starb, kam die Kripo und nahm ihre Wohnung Stein für Stein, Brett für Brett auseinander, um irgendwelche Hinterlassenschaften zu Rudolf zu finden. Man fand nichts. Nicht einmal ein gemeinsames Bild wurde gefunden, obwohl es diese angeblich gab. Mizzi wusste um den brisanten Inhalt und hatte alles vor ihrem Tod vernichtet. 

Wer sich noch mehr für Kronprinz Rudolfs Leben interessiert, dem lege ich gerne mein Youtube Live ans Herz, in welchem ich über sein Leben erzähle.

Petra Schimbäck

Video: mythoskaiserinelisabeth.com – Petra

Text + Recherchen: Petra Schimbäck 
Bildrechte: Wikimedia/Commons, mythoskaiserinelisabeth.com – Petra


Literatur Hinweise:

Jean-Paul Bled
Kronprinz Rudolf 
Böhlau, Wien 2006

Brigitte Hamann
Kronprinz Rudolf. Ein Leben. 
Amalthea, Wien 2005

Rudolf Ein Leben im Schatten von Mayerling. 
Ausstellungskatalog, Wien 1990

Brigitte Hamann
Rudolf. Majestät, ich warne Sie…,
Geheime und private Schriften 
Amalthea-Verlag, Wien/München 1979

Oscar von Mitis
Das Leben des Kronprinzen Rudolf
Mit Briefen und Schriften aus dessen Nachlass. 
Insel-Verlag, Leipzig 1928

Helmut Reinmüller
Cold Case Mayerling Der Tod von Kronprinz Rudolf und Mary Vetsera
Kriminalpolizeiliche Aufarbeitung des Falles mit Originalquellen. 
Kral Verlag, Berndorf 2021